Zugvögel im Wattenmeer

Bekassine im Wattenmeer
Bekassine im Wattenmeer
(4) Bewertungen: 1

Für die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer ist die Zugvogelsaison im Herbst – ebenso wie im Frühjahr – eine gute Gelegenheit, auf die Bedeutung des Nationalparks für den Kreislauf der Natur hinzuweisen. Natur – das ist für sehr viele Nordseeurlauber ein entscheidender Grund für die Wahl ihres Urlaubsziels. Das Wattenmeer wiederum hat im Leben der Wasservögel eine entscheidende Bedeutung. Für die dort ganzjährig lebenden Vögel ist es eine wichtige Nahrungsquelle, für die Zugvögel eine entscheidende Möglichkeit zur Rast auf ihrem weiten Weg vom Norden in den Süden – und zurück. 10 Millionen Wat- und Wasservögel rasten hier auf ihrer Reise zwischen den arktischen Brutgebieten und den Winterquartieren im Süden. Im Watt finden die Tiere ein großes Nahrungsangebot vor, das sie benötigen, um die für den Weiterflug wichtigen Reserven anzufressen. Rund 15 Millionen Vögel nutzen jährlich das große Futterangebot und machen es so zu einem Gebiet mit dem größten Vogelreichtum der Welt. Zu den durchreisenden Vögeln kommen noch zahlreiche andere Vogelarten, die im Wattenmeer jedes Jahr ihren Nachwuchs großziehen.

Themen-Woche in Neuharlingersiel

Wegen der großen Bedeutung des heimischen Wattenmeeres für die Zugvögel veranstaltet die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer jedes Jahr Anfang Oktober die Zugvogeltage. In diesem Jahr wird diese besondere Woche bereits zum siebten Mal realisiert. Auch Neuharlingersiel bietet in diesem Rahmen Veranstaltungen an.
Die Themen-Woche startet am Samstag, 10. Oktober, mit einer vogelkundlichen Watt-Wanderung für Groß und Klein. Während des etwa 2,5 stündigen Rundgangs werden elementare Fragen erörtert: Warum rasten die Zugvögel auf ihrer langen Reise zu ihren Überwinterungsgebieten überhaupt im Wattenmeer und warum sind die bei Ebbe auftauchenden Wattflächen eine für die Vogelwelt lebenswichtige und unersetzbare Kornkammer? Das Motto dieses Tour-Angebots ist, aus der Sicht der Vögel das Watt zu betrachten und zu erleben. Eine Anmeldung in der Tourist-Information ist erforderlich, teilnehmen können Erwachsene und Kinder ab acht Jahren. Treffpunkt ist am Eingang der Tourist-Information (Deichseite) um 15:45 Uhr.
Um auch den Kleinsten den Zusammenhang von Wattenmeer und Zugvögeln zu vermitteln, bietet der Kurverein eine vogelkundliche Wanderung für Kinder im Alter von fünf bis neun Jahren an. Am Montag, 12. Oktober 2015, führt ein gemütlicher Spaziergang mit dem Biologen Bernd Koopmann zur nahe gelegenen Salzwiese. Vor allem, wenn das Wasser die Wattflächen überflutet hat, kann man dort viele Vögel beobachten, denn in dieser Zeit können sie die leckeren Würmer und Muscheln im Watt nicht erreichen. Schon auf dem Weg dahin werden nicht nur Zugvögel wie Säbelschnäbler, Austernfischer und Rotschenkel entdeckt, sondern auch überlegt, warum die so komische Namen haben und was die eigentlich alle hier suchen. Die Führung ist für die Kinder kostenfrei, um Voranmeldung im Leuchttürmchen-Club wird gebeten! Treffpunkt ist um 11 Uhr im Leuchttürmchen-Club.
Weiter geht es am Donnerstag, 15. Oktober, ab 14 Uhr. Dann hält Sebastian Fuhrmann von der Wattpolizei erneut Einzug im Leuchttürmchen-Club in Neuharlingersiel und präsentiert sein einstündiges Kinder-Programm „Afrika mit Rückflugticket“.

reiseland niedersachsen / nordlicht verlag

Foto: © Edgar Schonart / reiseland-niedersachsen

Datum: 08.10.2015

Deine Meinung

Bewertung (5 ist super, 1 ist nicht so toll):  

Kommentar (0)

Keine Kommentare

Werbung

Folgen auf Facebook oder Google+

 


News

Auf den Spuren alter Strandungen
Es ist Teil der Seemannsromantik – das Ende vieler Schiffe am Strand vor dem Festland oder einer Insel. Besonders vor der Insel Amrum sind zahlreiche solcher Vorfälle registriert, denn die Insel ist dafür besonders „geeignet“. Der Sturm trifft unmittelbar auf die Insel, die Strömungen sind tückisch, die wandernden Sandbänke und Untiefen manchmal ein Verderben für die Seefahrer - Amrum, das ist auch die Insel der Strandungsfälle. Spätestens seit 1998 verbindet man Amrum auch mit Schiffswracks – am 29.10.1998 strandete sechs Seemeilen westlich der Insel der brennende Holzfrachter „Pallas“. Und brachte den Bezug Amrum und Schiffstrandungen ins bundesdeutsche Bewusstsein. Es ist der bislang größte Fall dieser Art an der deutschen Nordsee-Küste.
Heiraten in Dänemark
Für immer mehr deutsche Touristen ist Dänemark ein gesuchtes Reiseziel. Sprichwörtlich ist die Gemütlichkeit des Ferienhauses mit Blick aufs Wasser oder mitten in den Nordseedünen. Dänemark ist darüber hinaus auch eines der Länder in der Welt, in denen sich die Menschen am wohlsten fühlen. Das ist unter anderem Ergebnis einer großzügigen Politik gegenüber den individuellen Rechten – nicht zuletzt das Recht auf Heirat.
Deutschlands schönste Wildnis
Unter dem Begriff Wildnis stellt sich der Normalbürger oft recht romantische Regionen vor. Es ist eben alles eine Frage der Definition. Auch in Deutschland gibt es zahlreiche unberührte Naturräume, die sich um diesen Begriff bewerben. Dass damit sogar eine Auszeichnung verbunden sein kann, zeigte sich jetzt in St. Peter-Ording auf der Nordsee-Halbinsel Eiderstedt. Es geht um den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer.