Der Trischen-Damm

Der Trischen-Damm
Der Trischen-Damm
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Das Wattenmeer hat schon immer die Fantasie seiner Besucher beflügelt. Geheimnisvolle Funde, „überraschende“ Rückkehr der Flut mit fatalen Konsequenzen, kleine Inseln oder Halligen, wobei die Landratte den Unterschied nicht kennt –jederzeit ist die Nordseeküste ein Anziehungspunkt. So auch der Abschnitt bei Friedrichskoog im südlichen Dithmarschen in Schleswig-Holstein.
Mitte des vorvergangenen Jahrhunderts wurde Friedrichskoog endgültig eingedeicht. Der Trischen-Damm wurde 1935/36 angelegt, um einen sich verlagernden Priel vom Deich fernzuhalten. Dem Land vorgelagert liegt die Insel Trischen. In den 1930er Jahren sollte auch diese eingedeicht und mittels eines Dammes mit dem Land verbunden werden. Die Eindeichung kam nicht zustande. Heute führt der Damm nahe Friedrichskoog Spitze vom Deich zunächst geradeaus ins Watt, um dann nach rechts abzubiegen. Die Krone ist weniger als einen Meter breit. Zuletzt liegt der Damm im offenen Wattenmeer und stellt damit die einzige Möglichkeit dar, auch nachts weitestgehend sicher „ins Watt“ zu gehen. Der Zugang ist kostenfrei und nicht reglementiert.

Eine Führung über den Trischen-Damm

In Begleitung von Michael Beverungen wird der Besuch zu einem einzigartigen Erlebnis. Die Sterne, die erklärt er so, dass jeder es versteht. Und auch die Vögel der Nacht; wir wollen mal schauen und horchen, was nächtens draußen im Watt los ist. Der Winter ist die wohl beste Zeit für einen Ausflug zum Sternegucken auf den Damm; es ist früh dunkel, der Himmel oft klar, und wenn Eis und Schnee im Watt liegen, bekommt die Szenerie eine besondere, einzigartige Atmosphäre. „Heute ist der Mond fast selbst schon eine Lichtverschmutzung“, meint der Guide, als die Gruppe sich vorsichtig auf den Damm hinaus tastet.
Der Frost hat bizarre Eisformationen geschaffen, Ebbe und Flut haben die kleinen Schollen zu wundersamen Gebilden aufgeworfen. Es sind faszinierende Bilder im Mondlicht und unter glitzerndem Firmament, die man sonst kaum anderswo sehen kann. Wer im Winter hinausläuft, sollte sich tunlichst warm anziehen und einen Gesichtsschutz nicht vergessen. Dann wird einem auch nicht kalt bei den Pausen, dann kann man´s genießen.
Zu erkennen ist der Schimmer der Stadt Brunsbüttel und auf der anderen Seite der Elbe ganz deutlich Cuxhaven. Ein Schiff und die Erdölplattform Mittelplate draußen im Watt.
Der Sternenhimmel funkelt hier wie selten gesehen und man muss in Deutschland lange suchen, um Plätze zu finden, an denen es ähnlich dunkel ist. Die Kombination mit dem Watt macht diese Location jedoch zu etwas Einmaligem.
Der nächste „Sterne über dem Wattenmeer“ –Termine mit Michael Beverungen ist am 13.4.2017 um 21.30 Uhr.

www.nordseetourismus.de / nordlicht verlag

Foto: © C.Löser Wikimedia CC BY-SA 2.0 DE

Datum: 24.02.2017

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Das Wattenmeer hat schon immer die Fantasie seiner Besucher beflügelt. Geheimnisvolle Funde, „überraschende“ Rückkehr der Flut mit fatalen Konsequenzen, kleine Inseln oder Halligen, wobei die Landratte den Unterschied nicht kennt –jederzeit ist die Nordseeküste ein Anziehungspunkt. So auch der Abschnitt bei Friedrichskoog im südlichen Dithmarschen in Schleswig-Holstein. Mitte des vorvergangenen Jahrhunderts wurde Friedrichskoog endgültig eingedeicht. Der Trischen-Damm wurde 1935/36 angelegt, um einen sich verlagernden Priel vom Deich fernzuhalten. Dem Land vorgelagert liegt die Insel Trischen. In den 1930er Jahren sollte auch diese eingedeicht und mittels eines Dammes mit dem Land verbunden werden.