Sørvær – Fischerdorf, Kultur und Natur
Unterkünfte in Sørvær
Sørvær liegt auf drei kleinen, kargen Holmen und ist ein traditionelles Fischerdorf. Die Bevölkerung war seit jeher zu großen Teilen auf die Erträge des Meeres angewiesen. Dieser maritime Hintergrund prägt die Geschichte des Ortes; zugleich führen Kirchenkunst, Spuren früherer Siedlungen und Naturerlebnisse zu ganz unterschiedlichen Entdeckungen.
Dorfgeschichte und Sprache
Auch die Sprache erzählt von Sørværs eigener Geschichte. Der Dialekt unterscheidet sich von den Dialekten der übrigen Orte auf Sørøya und ist durch Nord-Troms beeinflusst. Das wird auf den früher großen Skreifang und den Zuzug von Fischern aus dem Süden zurückgeführt. Wer sich für die regionale Kultur interessiert, findet hier also nicht nur ein Fischerdorf, sondern auch eine sprachliche Besonderheit.
Nach dem Krieg wurden in Sørvær elf Häuser errichtet, die Hamar-Häuser genannt wurden. Sørvær bildet außerdem die Kulisse für das Festival Sørøyrocken.
Die Sørvær kirke
Ein markanter kultureller Ort ist die Sørvær kirke. Die Langkirche wurde 1968 aus Holz und Stein erbaut und hat etwa 90 Sitzplätze. Ihre besondere Architektur geht auf den Architekten Sverre Flåto zurück; auch die schöne Ausstattung macht die Kirche zu einem interessanten Ziel für alle, die sich für Kirchenbau und Gestaltung interessieren.
Ein konkretes Werkensemble sind die drei Glasmalereien von Maria Steen. Sie wurden an Heiligabend 2001 in der Kirche enthüllt. So lässt sich die Baugeschichte des Gebäudes mit einem genau datierten Kunstereignis verbinden: Die Kirche stammt aus dem Jahr 1968, die Enthüllung der drei Glasmalereien fand 2001 statt.
Naturreservat und Siedlungsspuren
Im näheren Umfeld von Sørvær liegt das Naturreservat Andotten. Es wurde am 28. Januar 1983 unter Schutz gestellt und bewahrt ein bedeutendes Vogelfelsgebiet mit den dazugehörigen Pflanzengesellschaften sowie der daran gebundenen Vogel- und sonstigen Tierwelt. Vom Bergplateau des Reservats bietet sich ein eindrucksvoller Blick auf Sørvær und die umliegenden Gebiete. Die Unterschutzstellung steht dem Betreten zu Fuß und der Anfahrt mit dem Boot nicht entgegen.
Auch steinzeitliche Siedlungsstellen gehören zu den Entdeckungen im näheren Umfeld. In Sarset, zwischen Breivikbotn und Sørvær, befindet sich eine gut sichtbare Siedlungsstelle; sie liegt 50 Meter hinter der dort stehenden Hütte. Bei der Siedlungsstelle in Sandvika zwischen Breivikbotn und Sørvær sind deutliche Strandwälle zu sehen, die Tapeswälle genannt werden. In Årvik verläuft ein Strandwall quer durch das gesamte Tal. Mit ihm stehen insgesamt 18 Hüttenreste in Verbindung. Die drei Orte bieten jeweils eigene Anhaltspunkte, um frühe Besiedlung und Landschaftsspuren zu betrachten.
Routen und Naturerlebnisse
Das Perletur-Programm umfasst die Route Sandfjordskaret in Sørvær. Für ein breiter angelegtes Wanderprojekt vereinbarten die Kommunen für den Zeitraum 2017 bis 2020, einen etwa 100 Kilometer langen Weg nach DNT-Standard vom Berg Fuglen bei Sørvær bis nach Akkarfjord und Tarhalsen anzulegen und zu markieren. Sørvær war dabei als natürlicher Zugang und Startpunkt für Sørøya på langs vorgesehen; dort sollten Informationstafeln aufgestellt werden.
Eine andere Möglichkeit, die Umgebung zu erleben, bieten die Angeltouren und weiteren Naturerlebnisse von Sørøya Havfiskecruise. Das Unternehmen bietet sie von seiner Hauptbasis in Sørvær aus vom 1. April bis Ende September an. Damit stehen in der beschriebenen Saison Unternehmungen auf dem Meer neben den kulturellen Eindrücken und den Wander- und Landschaftsthemen des Ortes.
Ob Sie sich besonders für Dorfgeschichte, Kirchenkunst, Siedlungsspuren oder Natur interessieren: Sørvær verbindet diese Themen mit der Geschichte eines Fischerdorfs auf drei kargen Holmen. Weitere Ortsinformationen finden Sie unter Hasvik.
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