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Kvalsund: Kirchengeschichte, Felsritzungen und Wanderziele

Unterkünfte in Kvalsund

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Kvalsund lässt sich über mehrere unterschiedliche Facetten entdecken: eine Holzkirche mit bewegter Geschichte, jahrtausendealte Felsritzungen im Zentrum und Wanderziele in der Umgebung. So stehen Ortsgeschichte und Naturerlebnisse nebeneinander, ohne dass sie zu einem einzigen Ausflug zusammengefasst werden müssen.

Die Kvalsund kirke im Zentrum

Mitten im Zentrum steht die Kvalsund kirke. Die Holzkirche wurde erstmals 1892 errichtet und 1936 an ihrem heutigen Standort wiedererrichtet. Sie gehörte zu den wenigen Gebäuden in Westfinnmark, die das Niederbrennen durch die Besatzungsmacht überstanden. Als es an Unterkünften mangelte, diente die Kirche der Bevölkerung vorübergehend als Unterkunft – eine historische Rolle, die dem Bauwerk eine besondere lokale Bedeutung gibt.

Zur Kirche gehören ein Friedhof und 190 Sitzplätze. Dort finden etwa 30 Gottesdienste pro Jahr statt, gewöhnlich jeden zweiten Sonntag. Diese Angaben zeichnen ein Bild der Kirche nicht nur als historisches Gebäude, sondern auch als Ort, der weiterhin im örtlichen Leben steht.

Felsritzungen und samische Kulturgeschichte

Auch im Zentrum von Kvalsund liegen Zeugnisse einer weit zurückreichenden Geschichte: Bei der Post und der Informationstafel befinden sich zwei Steine mit 2.500 Jahre alten Felsritzungen. Sie setzen einen anderen zeitlichen Akzent als die Kirche und machen die Ortsmitte zugleich zu einem Ort mit mehreren historischen Bezugspunkten.

Ein weiterer Kulturort in der näheren Umgebung ist Áhkánjárstábba, eine alte samische Kultstätte aus vorchristlicher Zeit. Sie liegt etwa zwei bis drei Kilometer vom Zentrum entfernt an der E6 zwischen Alta und Hammerfest. Hoch über dem Kvalsund gelegen, bietet Áhkánjárstábba Ausblicke auf die fischreiche Meerenge und Kvaløya. Kultstätte und Landschaft prägen hier gemeinsam den Eindruck des Ortes.

Wanderziele rund um Kvalsund

Bei der Handelstind-Wanderung wird ein Abstecher zum Trollvannet empfohlen; auch dieses gehört zum Perletur-Programm. Wer sich für diese Tour interessiert, findet damit einen konkreten Namen, an dem sich die eigene Ausflugsplanung ausrichten kann.

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Ein weiteres Wanderziel ist Saltvannet. Der Weg dorthin beginnt in Kvalsund und ist etwa zehn Kilometer lang. Saltvannet ist ein großer See, an dem man nach der Wanderung angeln oder schwimmen kann.

Die Kvalsundbrua als Orientierungspunkt

Die Kvalsundbrua ist eine Straßenbrücke der Reichsstraße 94. Sie überquert den Kvalsund und verbindet Kvaløya einschließlich Hammerfest mit dem Festland. Die Brücke wurde 1977 für den Verkehr freigegeben und war damals die nördlichste Hängebrücke der Welt.

Kulturgeschichte in Hammerfest

Auch Hammerfest bietet eigene kulturelle und historische Themen. Die Bibliothek von Hammerfest besitzt 34 Fotografien von Kåre Kivijärvi, einem kvänischen Künstler aus Hammerfest, der von 1938 bis 1991 lebte. Die Fotografien bilden heute die Mehrheit der Kunstsammlung der Bibliothek und sind dort dauerhaft ausgestellt; der Besuch ist kostenlos. Kivijärvi gilt als Norwegens erster Kunstfotograf und als Pionier seines Fachs.

Ein weiterer historischer Bezugspunkt in Hammerfest ist der Struve-Bogen. Er erstreckt sich von Hammerfest über zehn Länder bis zum Schwarzen Meer und ist mehr als 2.820 Kilometer lang. Die Vermessungspunkte wurden zwischen 1816 und 1855 unter Leitung des Astronomen Friedrich Georg Wilhelm Struve angelegt. Sie ermöglichten die erste genaue Vermessung eines langen Meridiansabschnitts.

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Weitere Reiseziele

Weitere Reiseziele sind Kautokeino, Båtsfjord und Karasjok.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Finnmark.