Vardø: Festung, Kunst und Pomorgeschichte
Unterkünfte in Vardø
Vardø verbindet Festungsgeschichte, Pomorhandel, Museen, Kunst im Stadtraum und Festivals. Diese Themen setzen unterschiedliche Akzente: Sie reichen von einer Festung in der Barentssee über die Geschichte des Handels bis zu Film, Straßenkunst und Winterwettbewerben. Für die Reiseplanung bietet sich damit eine konkrete Frage an: Möchten Sie Ihren Aufenthalt vor allem auf Geschichte, Kulturveranstaltungen oder verschiedene Themen im Stadtraum ausrichten?
Festung und Memorial
Die Festung Vardøhus liegt auf der Insel Vardø in der Barentssee und gilt als nördlichste Festung der Welt. Auf der Festung finden jährlich acht Salutschüsse statt, darunter der Sonnensalut am 21. Januar. Der feste Termin gibt einem Besuch an diesem Datum einen besonderen historischen Bezug.
Das Steilneset-Memorial erinnert an 91 Menschen, die im 17. Jahrhundert in Finnmark wegen Hexerei verurteilt und auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurden. Die Gedenkstätte steht damit für ein dunkles Kapitel der Geschichte Finnmarks. Auf der Nationalen Touristenstraße Varanger lässt sich nach dem Besuch des Memorials die Festung Vardøhus besuchen; beide Orte eröffnen unterschiedliche Zugänge zur Geschichte.
Museen und Pomorgeschichte
Das Vardø Museum ist Finnmarks ältestes Museum und vermittelt die Kulturgeschichte der Kommune Vardø. Es bietet Ausstellungen, Führungen durch die Ausstellungen und weitere geführte Rundgänge. Zur Sammlung gehören 213 ausgestopfte Vögel. Ein einstündiger historischer Spaziergang des Museums behandelt Festungs-, Bau-, Einwanderungs- und Fischereigeschichte, den Pomorhandel sowie die Hexenprozesse des 17. Jahrhunderts. Die Dauer ist ein hilfreicher Zeitrahmen, wenn Sie diesen Rundgang in Ihre Tagesplanung aufnehmen.
Dem Pomorhandel widmet sich auch das Pomor-Museum in Vardø. Es behandelt den Handel zwischen Russland und den norwegischen Küstenorten während der Pomor-Zeit und bis heute. Einen weiteren Bezug zur Geschichte der Pomoren bilden die Brodtkorbsjåene im Zentrum von Vardø. Die Seespeicher gehören zu den ältesten erhaltenen der Region und dokumentieren die Tätigkeit der Pomoren in Finnmark.
Kunst und Veranstaltungen
Crossings ist ein jährlich stattfindendes Filmfestival in Vardø. Zum Programm gehören Filmvorführungen, Gespräche, Kunstinstallationen und Workshops. Das Pomorfestivalen füllt Vardø vier Tage lang mit Veranstaltungen für Groß und Klein: Dazu zählen Konzerte, Kunstausstellungen, Verkaufsstände und Aktivitäten für Kinder. Beide Festivals setzen unterschiedliche Schwerpunkte, vom Film und Austausch bis zu einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm.
Yukigassen ist in Vardø sowohl ein Winterfestival als auch ein Wettbewerb. Das erste Yukigassen-Meisterschaftsturnier wurde 1997 ausgetragen. Wer sich für die Verbindung von Veranstaltung und Wettbewerb interessiert, findet hier eine weitere Facette des lokalen Kulturlebens. Auch Komafest prägte das Stadtbild: Das Festival machte Vardø zu einer Galerie für erstklassige Straßenkunst. Ein Stadtrundgang verbindet Geschichte, Kunst, Natur und Küstenkultur.
Vardø und Kiberg entdecken
Als weiterer räumlicher Bezugspunkt ist Hornøya vom Hafen Vardø aus etwa zehn Minuten mit dem Boot entfernt. Die ungefähre Angabe hilft bei der Orientierung, ohne eine genaue Fahrtzeit festzulegen. Ergänzend können Sie Kiberg als weiteren Ort im Reiseziel in den Blick nehmen: Die Geschichte der Partisanen dort umfasst eine Gruppe von 45 Soldaten. 17 überlebten; mindestens ebenso viele wurden gefoltert oder im Kampf getötet.
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