Rotsterhaule zwischen Easterskar und Dorfgeschichte
Unterkünfte in Rotsterhaule
Zwischen Moorwald und Wasserflächen
Rotsterhaule ist von einer Landschaft geprägt, in der Torfabbau, Wasser und Moorwald eng zusammengehören. Im Easterskar können Sie an alten Torfstichen entlang und durch Moorwald wandern. Die langgestreckten Wasserstreifen, sogenannte Torfstiche, entstanden durch das Ausbaggern des Torfs. Das Gebiet blieb von der um 1960 geplanten landwirtschaftlichen Kultivierung verschont; dadurch blieben dort besondere Pflanzen, Vögel, Schmetterlinge, Reptilien und Amphibien erhalten. Für Besucher wird damit sichtbar, wie eng die heutige Landschaft mit ihrer Nutzungsgeschichte verbunden ist.
Routen und Vogelbeobachtung
Für die Erkundung stehen zwei unterschiedlich lange Routen zur Auswahl. Die kurze gelbe Route im Easterskar ist etwa 3,5 km lang und führt an Schilffeldern und Wasserflächen entlang. Die rote Route ist etwa 4,5 km lang und führt durch feuchte Grasländer, Torfstiche und Moorwälder. Die verschiedenen Streckenlängen helfen Ihnen, den Umfang Ihrer Planung auszurichten; zugleich unterscheiden sich die Landschaftselemente beider Wege deutlich. Das Easterskar ist das ganze Jahr über tagsüber für die Öffentlichkeit kostenlos zugänglich. Zugänge gibt es am Bisschopweg und an drei Stellen entlang der Skarwei.
Die Vogelbeobachtungshütte Skiere Goes ist ganzjährig zugänglich. Für die Hütte gibt es Parkmöglichkeiten an der Richard Jungweg in Rotsterhaule. Von dort bietet sich ein vogelreicher Ausblick; im Frühjahr sind dort besonders viele Graugänse zu sehen. Im Easterskar brüten im Frühjahr 90 verschiedene Vogelarten. So können Sie zwischen einem Aussichtspunkt für die Vogelbeobachtung und einem Feuchtgebiet mit Routen, Torfstichen und Moorwald unterscheiden.
Landschaft, Geschichte und Ortsbild
Auch die Ortsgeschichte ist eng mit Wasserbau und Torf verbunden. Rotsterhaule entstand um 1500 als Streusiedlung entlang einer Entwässerungs- und Kultivierungsachse von Sintjohannesga im Nordosten. Ab der Mitte des 18. Jahrhunderts wurde rund um Rotsterhaule Niedermoor ausgebaggert und zu Torf verarbeitet; der großflächige Torfabbau veränderte Rotsterhaule und sein Dorfsgebiet. Rotsterhaule und Sintjohannesga werden als Zwillingsdörfer bezeichnet. In der Nähe des Easterskar befindet sich eine Waffenabwurfstelle aus dem Zweiten Weltkrieg mit dem Codenamen „Frying Pan“.
Mehrere historische Gebäude ergänzen das Ortsbild: Streek 161 ist ein eingeschossiges Wohnhaus aus dem Jahr 1907 mit einem zu einer Dachgaube hochgezogenen Mittelrisalit. Streek 130 ist ein etwa 1930 errichtetes Holzhaus mit reetgedecktem Walmdach und expressionistischen Formen. Streek 151 ist eine 1926 von H. Telgenhof entworfene Stelp-Bauernstelle mit Backsteindachgaube und Backhaus. Rotsterhaule und Sintjohannesga waren im vergangenen Jahrhundert für ihr Bäckerhandwerk bekannt. Die Roggenbrotfabrik von Van Dijk zählt zu den am besten erhaltenen Beispielen der örtlichen Backtradition.
Easterskar und Ortsgeschichte
Zum Bild von Rotsterhaule gehören das Easterskar mit seiner Naturbeobachtung und die Ortsgeschichte des Dorfes. Wenn Sie weitere Orte für Ihre Planung ansehen möchten, finden Sie Teroele Teroele, Boornzwaag Boornzwaag, Joure Joure, Sint Nicolaasga Sint Nicolaasga, Oldeouwer Oldeouwer, Sintjohannesga Sintjohannesga, Rohel Rohel und Idskenhuizen Idskenhuizen.
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