Herand
Unterkünfte in Herand
Herand verbindet Zeugnisse aus verschiedenen Epochen mit Erlebnissen am Wasser und einer Straße, die zur Norwegischen Landschaftsroute Hardanger gehört. Für Ihre Reiseplanung bietet der Ort damit unterschiedliche Anknüpfungspunkte: archäologische Spuren, eine noch arbeitende historische Säge, einen Badestrand und Möglichkeiten, die Umgebung mit dem Rad oder per Boot zu erkunden.
Archäologische Spuren in Herand
Bei Vik in Herand ist das Fundament eines großen eisenzeitlichen Bootshauses zu sehen. Das Gebäude stammt aus der Zeit von 500 v. Chr. bis 550 n. Chr. und war 25 Meter lang sowie 12 Meter breit. Die Maße vermitteln einen konkreten Eindruck von der Größe des Bauwerks. Wer sich für die frühe Geschichte des Orts interessiert, kann diesen Fund in seine Reiseplanung aufnehmen.
Auch bronzezeitliche Felsritzungen gehören zum archäologischen Erbe Herands. Sie befinden sich in Kalhagen auf Bakke und stammen aus der Zeit von 1800 bis 500 v. Chr. Zu den dargestellten Motiven zählen Schiffe, Tiere und Menschen. Die Motive geben diesem Ort einen eigenen Schwerpunkt innerhalb der archäologischen Zeugnisse Herands.
Unter der Skipshellaren bei Vassel wurden Funde gemacht, die auf eine menschliche Nutzung während der Völkerwanderungszeit von 400 bis 550 n. Chr. hinweisen. Diese zeitliche Einordnung unterscheidet sich von der Bronzezeit der Felsritzungen und der Eisenzeit des Bootshauses. Zusammen zeigen die genannten Fundorte, dass Herands archäologisches Erbe mehrere klar benannte Epochen umfasst.
Historisches Handwerk und Aufenthalt am Wasser
Mitten in Herand liegt die restaurierte, 400 Jahre alte Uppgangssaga. Sie ist noch immer in Betrieb und sägt Holz nach traditionellen Methoden. Damit steht neben den archäologischen Zeugnissen auch ein Beispiel für ein fortbestehendes Handwerk im Ort. Krambua ergänzt das Bild um eine andere Facette des lokalen Alltags: Der Kaufmannsladen aus dem Jahr 1871 liegt direkt am Ufer und verkauft eine große Auswahl lokal produzierter Lebensmittel.
Direkt neben dem Jachthafen von Herand liegt ein Badestrand. Der Herand Guest Harbour verfügt über 25 Gastliegeplätze an einem Schwimmsteg. Zu seinen Serviceeinrichtungen gehören Dusche, WC, Waschmaschine und Wäschetrockner. Strand und Hafen bieten so unterschiedliche Anlässe, Herand am Wasser zu erleben; die genannten Hafeneinrichtungen sind dem Guest Harbour zugeordnet.
Hardanger mit dem Rad, auf der Straße und per Boot
Der Abschnitt Utne–Herand–Jondal der Straße 550 ist Teil der Norwegischen Landschaftsroute Hardanger. Die Straße ist asphaltiert und überwiegend eben; für Steigung und Gefälle sind etwa 300 Meter angegeben. Wenn Sie eine Radtour planen, können diese Angaben bei der Einschätzung der Strecke helfen. Als Tourenvorschlag lässt sich von Utne nach Herand radeln und mit dem Boot „Hardangerfjord Sightseeing“ nach Utne zurückkehren. Das ist eine konkrete Variante, Radfahren und eine Bootsfahrt zu verbinden.
Die touristische Bootsroute 2095 Hardanger verbindet Norheimsund, Herand, Utne, Kinsarvik, Lofthus, Ulvik und Eidfjord. Für eine Reise durch die genannten Orte können Sie Herand damit als einen der Orte dieser Route berücksichtigen. Für Gruppen lässt sich in Herand außerdem ein geführtes Paket zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten zusammenstellen.
Ein weiterer Blick auf die Umgebung
Im näheren Umfeld von Herand liegt Hereiane zwischen Svåsand und Herand. Der Rastplatz befindet sich auf der Folgefonna-Halbinsel. Dort reicht eine Landschaft mit eisgeschliffenen Felsen und knorrigen Kiefern vom Fjord bis zu den Berggipfeln. Dieser Landschaftseindruck unterscheidet sich von den konkreten historischen Fundorten im Ort.
Weitere Ortsseiten: Jondal, Kysnesstrand.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Jondal.