Hofstade entdecken
Unterkünfte in Hofstade
Hofstade hat mehrere klar unterscheidbare Seiten: geschützte Sakralbauten, archäologische Spuren verschiedener Epochen und Wege durch offene Felder, Wiesen und ruhige Dorfstraßen. Für die Reiseplanung ergibt sich daraus mehr als ein einzelner thematischer Schwerpunkt. Sie können sich mit Baugeschichte befassen, archäologische Hinweise einordnen oder eine Wegstrecke in den Vordergrund stellen. Die Themen gehören nicht alle zur selben Art von Ausflug: Manche betreffen Bauwerke und Funde, andere beschreiben eine konkrete Wander- oder Fahrradrunde.
File:Aalst - Hofstade - Onze-Lieve-Vrouw Hemelvaartkerk - 12.jpg
Foto: EmDee via Wikimedia Commons, CC-BY-SA-4.0
Geschichte zwischen Bauwerken und Funden
Die Pfarrkirche Onze-Lieve-Vrouw Hemelvaart und ihre Kirchhofmauer sind als Denkmäler geschützt; der Schutz gilt seit dem 12. April 1974. Er umfasst also nicht allein das Kirchengebäude, sondern auch die Kirchhofmauer. Eine zweite historische Spur liefert die Sint-Annakapel: Sie wurde 1651 erwähnt und 1743 wiederaufgebaut. Die beiden Daten bezeichnen unterschiedliche Punkte ihrer Geschichte – eine Erwähnung und einen späteren Wiederaufbau.
Die Kapel Onze-Lieve-Vrouw van Zeven Weeën setzt einen anderen Akzent. Die Kapelle aus dem Jahr 1864 ist aus weiß gestrichenem Backstein gebaut und steht neben einem Häuserblock. Hier treten Material, Farbe und die Lage neben dem Häuserblock als konkrete Merkmale hervor. Zusammen mit den historischen Angaben zur Sint-Annakapel entsteht so ein vielfältiger Blick auf die Sakralbauten Hofstades, ohne die verschiedenen Baugeschichten gleichzusetzen.
Auch die archäologischen Spuren reichen über mehrere Epochen. Bei Ausgrabungen zwischen 1947 und 1951 wurden am Steenberg an der Vondelbeek eisenzeitliche Beinkistengräber, ein römisches Fanum und eine römische Villa entdeckt. Die eisenzeitlichen Gräber und die römischen Bauten stehen für unterschiedliche Abschnitte der Vergangenheit. Beim gallorömischen Tempel, dem Fanum, lässt sich zudem eine räumliche Ordnung beschreiben: Er ist innerhalb einer trapezförmigen Temenos-Umfriedung nach Osten ausgerichtet.
Die Überreste am Steenberg wurden als römische Villa interpretiert; dazu gehören Steinbauten mit sechs Räumen. Die Deutung als Villa bleibt eine Interpretation, während die sechs Räume ein konkret beschriebenes Merkmal der Bauten sind. In Hofstade wurde außerdem das größte Urnenfeld Flanderns ausgegraben. Zwei römische Gräber wurden entdeckt und bereits während der Voruntersuchung ausgegraben. An der Steenweg in Hofstade fanden sich die Fundamente eines römischen Gebäudes und Keramik aus der Zeit von 70 bis 100 n. Chr. Die unterschiedlichen Fundangaben eröffnen mehrere Perspektiven auf Hofstades archäologische Geschichte.
Wege und Natur
Honegem-Solegem ist ein wichtiges Brut-, Nahrungs- und Rastgebiet für zahlreiche Vogelarten. Die drei Funktionen machen deutlich, dass das Gebiet für Vögel nicht nur als Brutraum, sondern auch zur Nahrungssuche und als Rastgebiet Bedeutung hat.
Zu Fuß führt die Wanderroute „Verrassend Aalst“ bei Hofstade durch offene Felder, Wiesen und ruhige Dorfstraßen. Damit verbindet sie offene Landschaft mit Wegen durch das Dorf. Wer lieber eine Fahrradrunde plant, findet eine 40 Kilometer lange Strecke durch Hofstade, Gijzegem, Wieze, Moorsel, Baardegem und Meldert. Prüfen Sie die Routendetails vor der Abfahrt.
Für die Suche nach einem Hotel in Hofstade können die unterschiedlichen Themen einen Ausgangspunkt bieten: Sakralbauten und archäologische Spuren setzen einen anderen Schwerpunkt als eine Wanderung oder die Fahrradrunde. So lässt sich die Reiseplanung an den Interessen ausrichten, die für Sie im Vordergrund stehen.
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