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Sint-Maria-Lierde: Wandern und Kulturerbe

Unterkünfte in Sint-Maria-Lierde

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Sint-Maria-Lierde ist stark hügelig und von Bacheinschnitten geprägt. Am deutlichsten tritt das im Tal der Broekebeek hervor, dem bedeutendsten Einschnitt der Ortschaft. Wer den Ort zu Fuß erkundet, begegnet daher nicht nur einzelnen Sehenswürdigkeiten, sondern auch einem Landschaftsbild aus Tälern, Hängen und offenen Flächen.

File:Lourdeskapel - Sint-Maria-Lierde - Lierde - Belgium.jpg File:Lourdeskapel - Sint-Maria-Lierde - Lierde - Belgium.jpg Foto: Spotter2 via Wikimedia Commons, CC-BY-SA-3.0

Wanderwege und Landschaftsformen

Durch Parkbos-Hasseltbos verläuft zentral das Tal der Parkbosbeek. Der steile Talhang ist bewaldet, der weniger steile wird von Weideland eingenommen. Auf der flachen Hügelkuppe liegen kleine Ackerfluren. Diese Abfolge macht den Wechsel zwischen Wald, Weideland und Ackerflächen innerhalb des Gebiets anschaulich.

Der Wanderweg Parkbos-Uilenbroek ist 12,5 Kilometer lang. Im Uilenbroek führt der Weg durch Feuchtwiesen und an Hecken, Tümpeln und Streuobstwiesen vorbei. So verbindet die Tour eine konkrete Streckenlänge mit unterschiedlichen Landschaftselementen, die unterwegs den Blick bestimmen.

Eine längere Option ist der Stationsstapper Lierde–Ronse: Die 28 Kilometer lange Strecke ist als Tageswanderung ausgewiesen. Sie führt durch einige der bekanntesten Wälder der Vlaamse Ardennen und umfasst mehrere anspruchsvolle Anstiege. Im Vergleich zum 12,5 Kilometer langen Parkbos-Uilenbroek ist die Tageswanderung deutlich länger und hat einen ausdrücklich benannten anspruchsvollen Charakter.

Für die Orientierung am Bahnhof ist eine Besonderheit wichtig: Der Bahnhof Lierde liegt nicht am Wanderwegenetz. Vom Bahnhof führt der Stationsstapper Lierde–Ronse 1,2 Kilometer in Richtung Knotenpunkt 54. Nördlich von Sint-Maria-Lierde bietet der Waesberg einen Aussichtspunkt mit Blick über die weite Umgebung. Zur Kirche von Sint-Maria-Lierde führt ein Fußweg über Lierdekouter.

Kapelle, Priorat und historische Bauwerke

Die Kapelle Onze-Lieve-Vrouw van Lourdes, auch „Vulders Kapelle“ genannt, wurde 1863 im Auftrag von Remi De Vulder erbaut. Sie entwickelte sich zu einem kleinen Wallfahrtsort. Name, Baujahr und Entwicklung geben der Kapelle einen eigenen Platz in der Kulturgeschichte Sint-Maria-Lierdes.

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Die Kartuizersite nahe dem Friedhof von Lierde entstand zwischen 1329 und 1352 als Kartäuserpriorat Sint-Martens-Bos. Besucher können dort das Priorhaus, das Tor, das Frauenquartier, die Brauerei, die Scheune, einen Teil der Umfassungsmauer und die Kirche besichtigen. Die sichtbaren Gebäudeteile vermitteln verschiedene Aspekte der früheren Anlage, vom Zugang bis zu ihren Wirtschaftsgebäuden.

Das ehemalige Kasteel ten Riede, auch ten Rie, ten Ryen, ten Reede oder ten Ridders genannt, soll 1664 als Wasserburg im Tal der Broekebeek auf dem Eekhoutdries südlich der Dorfkirche errichtet worden sein. Zum Kasteel gehört weiterhin eine gerade, von Buchen gesäumte Zufahrtsallee. Die Verbindung von überlieferter Baugeschichte und erhaltener Allee macht den Ort auch für Besucher interessant, die sich für historische Anlagen und ihre Gestaltung interessieren.

Die Eikenmolen erinnert an eine weitere Etappe der lokalen Geschichte. An ihrem früheren Standort befand sich eine hölzerne Windmühle, die auf einer Karte von 1743 und als „Eecken Meulen“ auf der Ferraris-Karte von 1771–1778 verzeichnet ist. Sie war bis 1931 in Betrieb und wurde 1934 abgebrochen. Neben dem ehemaligen Mühlenstandort befindet sich ein ehemaliges Müllerhaus aus dem Jahr 1787. Zusammen zeigen Mühlenstandort, Kartenbezeichnungen und Müllerhaus unterschiedliche Spuren der früheren Nutzung.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lierde.

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