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Osteel zwischen Geschichte und Radwegen

Unterkünfte in Osteel

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Osteel hat die Form einer linearen Siedlung, weil der Ort ursprünglich am Rand eines Hochmoors entlang angelegt wurde. Diese Herkunft macht die Siedlungsform selbst zu einem lesbaren Teil der Ortsgeschichte, bevor einzelne Bauwerke und Wege in den Blick kommen.

Landschaft

Zur überlieferten Landschaft gehört die Streifenflur, die als „Osteeler Äcker“ und „Langes Ackerland“ bekannt ist. In Richtung Leezweg bleibt dieses Flurbild auf etwa zwei Kilometern erkennbar. Die ungefähre Ausdehnung lässt sich dabei ebenso nachvollziehen wie die besondere historische Form der Felder. Siedlungsform und Flurbild verweisen damit auf zwei unterschiedliche Spuren der älteren Nutzung: einmal auf die Anlage des Ortes, einmal auf die Gliederung der landwirtschaftlich geprägten Flächen.

Kultur

Die Warnfriedkirche wurde Mitte des 13. Jahrhunderts errichtet. Ursprünglich war sie eine stattliche Kreuzkirche; 1830 wurde sie auf ihre heutige Größe verkleinert. Im Inneren sind noch Reste jener Säulen erhalten, die einst ihre Gewölbe trugen. Zur Kirchenausstattung gehören Gegenstände aus zehn Jahrhunderten, darunter Sarkophagdeckel aus dem 11. und 12. Jahrhundert. Eine reich geschmückte Kanzel aus dem Jahr 1699 gehört ebenfalls zur Kirche. An dem Bau lassen sich somit mittelalterliche Ursprünge, die Veränderung im 19. Jahrhundert und erhaltene Ausstattungsstücke aus mehreren Jahrhunderten gemeinsam betrachten. Die unterschiedlichen Zeitangaben ordnen die Kirche nicht nur einem einzelnen historischen Abschnitt zu.

Im Kirchhof von Osteel steht das Fabriciusdenkmal. Es wurde 1895 zu Ehren der Astronomen David Fabricius und seines Sohnes Johannes Fabricius enthüllt. Das Denkmal zeigt Urania mit einem Teleskop sowie eine Tafel mit der Sonnenscheibe und Sonnenflecken. David Fabricius war von 1604 bis 1617 Pastor in Osteel und entdeckte den veränderlichen Stern Mira Ceti. Johannes Fabricius entdeckte als Erster Sonnenflecken. Standort, Widmung und Darstellung gehören dabei zusammen: Das Denkmal verbindet die Geschichte des Ortes mit den astronomischen Entdeckungen der beiden Namensgeber.

Radwege

Die Radtour „Zu den Likedeelern“ erreicht den nördlichen Ortsrand von Osteel und führt anschließend über Wohnstraßen auf einer markierten Route nach Marienhafe. Die Rote Route verläuft durch Osteel und führt auf dem Rückweg in Richtung Norden an der Warnfriedkirche vorbei. Die beiden beschriebenen Verbindungen setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Die eine stellt die Weiterfahrt nach Marienhafe über markierte Wohnstraßen heraus, die andere bindet Osteel und die Kirche in eine Route mit Rückweg in Richtung Norden ein.

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Im Störtebekerland folgt das Radfahren dem Knotenpunktsystem. Ausgeschilderte Routen führen durch Dörfer, an alten Kirchen und Windmühlen vorbei sowie durch Wiesen und bewaldete Landschaften. Die unterschiedlichen Routenformen geben Ihnen mehrere Maßstäbe für die eigene Planung, von einer benannten Verbindung bis zu einem regionalen Wegenetz. So stehen neben den beiden konkret genannten Touren auch ausgeschilderte Verbindungen mit wechselnden Landschafts- und Ortsbildern zur Verfügung.

Die Tourist-Information Erholungsort Marienhafe bietet Radkarten, ausgearbeitete Touren, Literatur und Unterstützung bei der Routenplanung. In Ostfriesland umfasst das Radwegenetz mehr als 3.000 Kilometer und ist umfangreich ausgeschildert. Kartenmaterial, vorbereitete Touren und ein großes beschildertes Netz bilden damit unterschiedliche Informationsformen für die Beschäftigung mit den Wegen rund um Osteel.

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