Ladelund: Hotels und Unterkünfte
Nahe der Kirche liegen in Ladelund ein Dorfmuseum und eine international bedeutsame KZ-Gedenkstätte – zwei örtliche Anlaufpunkte.
Wer Ladelund als Aufenthaltsort wählt, möchte dafür oft ein Hotel buchen.
Kultur
Das historische, künstlerische, städtebauliche und landschaftsprägende Denkmalensemble St. Petri umfasst die Kirchenausstattung, den Kirchhof, die Feldsteinmauer und das Pastorat.
Die Dauerausstellung trägt den Titel "Das KZ im Dorf. Geschichte und Nachgeschichte des Außenlagers Ladelund" und ist auf Deutsch, Englisch, Niederländisch und Dänisch verfügbar. Die Ausstellung, der Gräberbereich und der Garten der Begegnung sind barrierefrei. Das Gelände des ehemaligen Lagerbereichs, der restaurierte Abschnitt des Panzergrabens und die Gräber sind jederzeit frei zugänglich.
Zum Gedenkstättenkomplex gehören ein Dokumentationshaus, Gräber für die 300 Opfer, ein teilweise restaurierter Panzergraben, ein informierender Gedenkstein und ein Garten der Begegnung. Das Archiv kann von Interessierten nach vorheriger Vereinbarung genutzt werden; die Bibliothek umfasst Literatur zur Geschichte des Nationalsozialismus und zum Lager Ladelund.
Geschichte
Eine archäologische Ausgrabung auf Auf den Toften erstreckte sich über 2,8 Hektar und brachte Siedlungsspuren aus drei unterschiedlichen Zeitabschnitten zutage. Die ältesten Funde stammen aus der späten Bronzezeit. Dazu gehören ein Haus sowie eine holzverstärkte Grube mit einem Stein mit Schälchen.
Erfasst wurde außerdem eine wikingerzeitliche Siedlung des 10. Jahrhunderts mit etwa 20 Grubenhäusern, die überwiegend als Werkstätten genutzt wurden. In einem gut erhaltenen Grubenhaus fanden sich Spuren der Textilverarbeitung, ein Heizofen und Hinweise auf eine Schmiede. Glas- und Bergkristallperlen sowie ein eingerolltes Stück Golddraht legen nahe, dass dort ein Goldschmied arbeitete. Schlackenfunde deuten zudem darauf hin, dass auch Glas hergestellt wurde. Wegen der außergewöhnlichen Funde und der hohen Konzentration an Werkstätten gilt die Siedlung als bedeutender Fundplatz und einzigartiges Zeugnis der Vergangenheit.
Der Automobilkonstrukteur Paul Kleinschnittger begann 1939 in Ladelund mit der Entwicklung von Autos und baute dort ein Fahrgestell. Sein erster Prototyp, bekannt als der "98er", war bis zum Ende der 1940er-Jahre fertiggestellt. Der Kleinschnittger F 125 wurde nach den früheren Modellen entwickelt; 1950 wurde seine Produktion nach Arnsberg verlagert.
Natur
Das Naturbad besteht aus zwei miteinander verbundenen, von Quellen gespeisten Seen in einer gestalteten Anlage. Das Wasser ist unbehandelt. Zur Ausstattung gehören Sprungtürme, eine große Liegewiese, Beachvolleyball und ein Kiosk. Separat gibt es ein Kinderbecken mit Rutsche und Insel.
Aktivitäten
Die Grenzroute führt durch Ladelund; an der Gedenkstätte gibt es eine ausgeschilderte Abzweigung und Fahrradstellplätze.
Wilhelminenhof in Ladelund ist eine Pensions- und Ausbildungsstätte, in der Freizeitreiter und Amateure willkommen sind. Der RuFV Wilhelminenhof Ladelund veranstaltet jährlich drei große Turniere: ein Dressurturnier, ein Springturnier und die Ladelunder Springtage.
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