Boskoop – Gärten, Wasserwege und Baumschulkultur
Boskoop verbindet Gartenkultur, Baumschulgeschichte und eine von Wasser geprägte Landschaft. Schmale Landstreifen, Gräben und charakteristische Brücken bestimmen das Boskoopse Slagenlandschap. Entlang und östlich der Gouwe sind große Teile dieser historischen Struktur noch weitgehend erhalten. Wer eine Unterkunft in Boskoop sucht, findet damit einen Ort, an dem sich Besichtigungen, Radwege und Eindrücke aus der niederländischen Wasserlandschaft miteinander verbinden lassen.
Gärten und Baumschulkultur in Boskoop
Die Tuinen van Boskoop sind ein vier Hektar großer Park, der aus einer Baumschule hervorgegangen ist. Gestaltet wurde er mit Pflanzen und Bäumen, die von Boskoopser Züchtern geliefert wurden. Der Besuch ist von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang kostenlos möglich; auf allen Wegen, Pfaden und Rasenflächen können Sie frei spazieren. Das Rosarium Boskoop ist als Rijksmonument anerkannt.
Auch Plantentuin Esveld zeigt die gärtnerische Prägung des Ortes. Zur Anlage gehören eine Baumschule und Sammlungsgärten, darunter ein Japanischer-Ahorn-Garten von knapp einem Hektar sowie eine große Hortensiensammlung. So begegnen Ihnen in Boskoop nicht nur gestaltete Gartenräume, sondern auch die Pflanzenvielfalt, die mit der örtlichen Baumschultradition verbunden ist.
Geschichte zwischen Museum und Brücken
Im Boomkwekerijmuseum gehört ein 1870 erbautes Baumschulistenhaus zur Ausstellung. Es veranschaulicht das Wohnen und Leben einer relativ wohlhabenden Baumschulfamilie um 1910. Zusätzlich bietet das Museum eine historische Führung über 500 Jahre Baumschulgeschichte an. Einen anderen historischen Akzent setzt die Kirche in Boskoop: Nach dem Brand von 1895 wurde sie in einem zurückhaltenden und zugleich eleganten Neorenaissance-Stil wiederaufgebaut.
Zur besonderen Ortskulisse gehören außerdem die drei Hebebrücken über die Gouwe. Zusammen bilden sie ein einzigartiges Ensemble und befinden sich noch weitgehend im ursprünglichen Zustand. Die Hefbrug Boskoop zählt zu den außergewöhnlichen Bauwerken dieser Brücken; ihre komplexe Konstruktion, ihre Größe und ihre Höhe prägen das Bild der Wasserverbindung. Die Brücke von Boskoop wurde 1936 wegen der zunehmenden Schiffsgröße vergrößert, zugleich wurde der Zugang zur Gouwe verbreitert.
Mit dem Fahrrad oder Boot durch das Umfeld
Für eine Erkundung mit dem Fahrrad beginnt die Route „Tuinen en kwekers“ am Bahnhof Boskoop und führt zu den Gärten von Boskoop-Oost und Reeuwijk. Das Boomkwekerijmuseum liegt in der Nähe des Fahrradknotenpunkts 96 östlich der Hebebrücke und verfügt über sechs Ladestationen für Elektrofahrräder. In den Poldern Zuidwijk und Rijneveld werden Rundfahrten entlang der Baumschulen angeboten, bei denen Sie die Baumschulen aus der Nähe sehen können.
Auch vom Wasser aus lässt sich die Landschaft erschließen. Die Rijneveldsluis ermöglicht es, mit dem Boot in den Polder einzufahren. Die Gouwe und Boskoop sind Teil der Staande-Mastroute zwischen Rotterdam und Amsterdam. Die Hefbrug Boskoop hat eine Durchfahrbreite von 25 Metern und eine maximale Durchfahrthöhe von 34 Metern. Diese Mischung aus Gartenanlagen, erhaltenem Kulturlandschaftsbild, Radroute und Wasserwegen gibt Ihnen mehrere Möglichkeiten, den Aufenthalt rund um Ihre Unterkunft in Boskoop zu gestalten.
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