Sædding: Hofnamen und Ortsgeschichte
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Sædding über seine Hofgeschichte entdecken
Sædding lässt sich besonders über seine historischen Hof- und Familiennamen erschließen. Eine am 17. Juni 1946 aufgenommene Fotografie zeigt Sædding Storgaard als Bauernhof in Sædding. Sædding ist für 1329 unter der Bezeichnung Sythingsholm belegt. Ein Eintrag von 1796 bezeichnet einen in Sædding gelegenen Hof als Møikær. So reicht der Blick von einem mittelalterlichen Namensbeleg bis zu einer Fotografie aus dem 20. Jahrhundert. Für Reisende, die sich für die Geschichte kleiner Orte interessieren, bieten solche Namen einen konkreten Zugang zu Sædding.
Familien, Bewohner und Hofgeschichte
Das ehemalige Sædding Storgård diente wahrscheinlich als Stammsitz der Familie Barfod in Sædding. Jens Barfod aus Sædding wurde 1455 in den Adelsstand erhoben. Für 1486 wird erneut ein Jens Barfod mit Sædding verbunden; 1592 und 1626 werden Peder und Thomas Barfod erwähnt. Diese Jahreszahlen eröffnen mehrere Einblicke in die Familiengeschichte des Ortes.
1654 bewohnte Eske Hansen die als Storgård bezeichnete Hälfte des Hofes in Store Sædding. 1768 wurde Sædding Storgård mit 4½ Tonnen Hartkorn von U. A. Trappaud an Mourids Jepsen überschrieben. Die beiden Angaben zeigen unterschiedliche Aspekte der Hofgeschichte: eine Wohnangabe zu einer bestimmten Hofhälfte und eine spätere Übertragung.
Weitere historische Hofnamen
Auch Riddersholm gehört zu den Höfen von Sædding. 1720 wurde der Hof für 90 Rigsdaler gekauft; um 1800 übernahm Jørgen Lauridsen Riddersholm. Peder Christensen Vad war 1760 Pächter von Vadgården. Die Familie Wad erhielt ihren Namen nach Sædding Vadgård beziehungsweise Sædding Vad. Der Hof Møkær erhielt seinen Namen nach dem Moor, an dem er lag. In diesen Hofnamen treffen Personen, Besitz- und Pachtverhältnisse sowie ein Landschaftsname zusammen. So lässt sich Sæddings Geschichte über konkrete Namen und Vorgänge erschließen, statt nur über Jahreszahlen.
Sædding im weiteren Varde-Gebiet
Im nordwestlichen Teil des Varde-Gebiets lagen die Dörfer Houstrup, Nørre Nebel, Sædding, Grærup und Lydumhede; für Sædding werden zwölf Höfe genannt. Dieser Zusammenhang ordnet den Ort in eine größere regionale Siedlungsgeschichte ein, während die einzelnen Hofnamen den Blick wieder auf Sædding lenken.
Die Kirchengemeinde Nørre Nebel gehört ebenfalls zur Verkehrsgeschichte der Region. Die Landstraßen Varde–Nymindegab und Tarm–Nørre Nebel verliefen durch die Kirchengemeinde Nørre Nebel. Nørre Nebel war die Endstation der Varde–Nørre-Nebel-Eisenbahn; für militärische Zwecke setzte sich die Strecke bis Nymindegab fort. Diese Bezüge ergänzen die Hofgeschichte um die Verkehrsachsen der Region.
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