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Kerkhove: Dorfgeschichte an der Schelde

Unterkünfte in Kerkhove

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Am linken Ufer der Schelde liegt der Dorfkern von Kerkhove am Rand des eigentlichen Flusstals. Flusslandschaft, archäologische Spuren und Bauwerke aus unterschiedlichen Zeiten geben dem Ort ein klar erkennbares Profil. Wenn Sie für Ihre Reise ein Ziel mit Bezug zur Schelde und zu lokaler Geschichte suchen, bieten diese Themen mehrere konkrete Anknüpfungspunkte.

Scheldeufer und Dorfkern

Der Jachthafen von Kerkhove wurde 1991 in einem ehemaligen Arm der Schelde eingerichtet. Die Lage verbindet den Hafen mit einem früheren Verlauf des Flusses und ergänzt die Beschreibung des Dorfkerns am Rand des Flusstals. So gehört die Schelde nicht nur als Landschaftsmerkmal zum Ortsbild: Auch die Geschichte des Hafens verweist auf einen früheren Flussarm. Das ist ein eigener Akzent innerhalb der Ortsgeschichte und eine hilfreiche Orientierung, wenn Sie Kerkhove als Reiseziel betrachten.

Archäologische Geschichte im Scheldetal

In Kerkhove wurden Spuren einer kleinen merowingischen Siedlung und eines Gräberfelds entdeckt. Sie gelten als die ersten in Belgien entdeckten Siedlungsspuren aus dieser Zeit. Die Funde verbinden die Geschichte des Orts mit einer Epoche, die sich nicht allein auf einzelne Gebäude reduzieren lässt: Siedlung und Bestattungsplatz gehören beide zu diesem archäologischen Bild.

Das Regionaal Archeologisch Museum A/D Schelde befindet sich auf der prähistorischen, römischen und merowingischen archäologischen Stätte von Kerkhove. Es vermittelt die Siedlungsgeschichte des Scheldetals von der Vorgeschichte bis zum frühen Mittelalter. Damit stehen die merowingischen Spuren aus Kerkhove in einem breiteren zeitlichen Zusammenhang. Für Reisende mit Interesse an Archäologie ist dieser Zusammenhang besonders aufschlussreich: Die örtliche Geschichte reicht weit zurück, während das Museum einen größeren Zeitraum der Besiedlung des Scheldetals behandelt.

Friedhof, Kapelle und Erinnerungsorte

Der Friedhof von Kerkhove lag ursprünglich bei einer Pfarrkirche, nahe einem abgetrennten Schelde-Mäander. In seiner Mitte steht eine Kapelle im Schatten zweier Buchen. In der Kapelle befinden sich Grabsteine der Pfarrer von Kerkhove; ein imposantes Grabmonument erinnert an die Familie Plateau-Wassenhove, aus der zwei Bürgermeister hervorgingen. Die Anlage verbindet so verschiedene Formen des Gedenkens: die frühere Pfarrkirche, die örtlichen Geistlichen und eine Familie, deren Mitglieder Bürgermeister waren.

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Dorfstraße und Kirchenbau

Die Oude Plaats ist eine historische Dorfstraße mit leicht gebogenem Verlauf. Sie führt vom Oudenaardsesteenweg bis zur Schelde. Ihre Endpunkte geben der Straße eine klare Orientierung zwischen dem Verkehrsweg und dem Fluss.

Die Sint-Amanduskerk ist eine neogotische Kirche, die zwischen 1865 und 1867 nach einem Entwurf des aus Brügge stammenden Architekten Verbeke errichtet wurde. Ihr Grundriss ist der einer Kreuzbasilika; der Westturm ist asymmetrisch angeordnet. Damit bieten Bauzeit, Stil und Grundriss verschiedene Ansatzpunkte, um die Kirche architektonisch einzuordnen. Die Bezeichnung Kreuzbasilika verweist auf den kreuzförmigen Aufbau, während die Position des Turms die asymmetrische Gestaltung deutlich macht.

Einblicke in ländliche Architektur

Zur Voldersveldhoeve gehört ein Bauernhaus aus dem späten 16. Jahrhundert. Ihr monumentales Eingangstor besteht aus Backstein und steht unter einem mit Ziegeln gedeckten Satteldach. Je zwei Pilaster mit Natursteinkapitellen tragen die Konstruktion. Die Verbindung aus Backstein, Dachform und steinernen Kapitellen macht die Gestaltung des Tores zu einem eigenständigen Teil der Baugeschichte. Zusammen mit der Kirche und den Erinnerungsorten auf dem Friedhof ergänzt die Voldersveldhoeve die unterschiedlichen architektonischen und historischen Themen Kerkhoves.

Für die Wahl eines Reiseziels setzt Kerkhove damit einen besonderen Schwerpunkt: Die Schelde prägt die Landschaft, während archäologische Stätte, Friedhof, Dorfstraße und Kirchenbau unterschiedliche Kapitel der Ortsgeschichte zeigen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Avelgem.

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