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Westende-Bad: Seebadgeschichte und Baukultur

Unterkünfte in Westende-Bad

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Westende-Bad verbindet eine geschützte Strandlandschaft mit der Geschichte eines gezielt angelegten Seebads. 1894 wurde die neue, in den Dünen gelegene Seebadsiedlung auf dem Gebiet von Westende und Middelkerke konzipiert. An dieser Entstehungsgeschichte lässt sich der Ort ebenso erkunden wie an seiner Baukultur und den heutigen Schutzgebieten.

Strandlandschaft und Entwicklung des Seebads

Das Sint-Laureinsstrand ist in Westende-Bad und Lombardsijde als Landschaft geschützt. Auch der Ortskern von Westende-Bad ist als geschütztes Ortsbild ausgewiesen. Damit stehen unterschiedliche Aspekte des Ortes im Blick: die Landschaft des Strands und das Ortsbild des Seebads.

Zur Geschichte des Seedeichs gehören mehrere Bauetappen. Um 1896 war sein erster Backsteinabschnitt 354 Meter lang. 1905 wurde der Deich um 832 Meter verlängert, 1911 folgte eine weitere Verlängerung um 580 Meter.

Auch die Verkehrsgeschichte gehört zu dieser frühen Entwicklung: 1903 wurde die elektrische Straßenbahnverbindung Oostende–Middelkerke-Bad bis Westende-Bad verlängert. Der historische Ausbau des Deichs und die Verlängerung der Straßenbahn zeigen zwei unterschiedliche Seiten der damaligen Entwicklung des Seebads.

Villen und geschützte Baukultur

Am östlichen Rand des Seebads wurde zwischen 1909 und 1911 das Grand Hôtel Belle Vue errichtet, auch „Rotonde“ genannt. Auftraggeber war die N.V. „Grand Hôtel Belle Vue“; der Entwurf stammte von Octave Van Rysselberghe, Architekt und Anteilseigner, der aus Minderhout stammte. Das ehemalige Hotel ist als Denkmal geschützt. Die Unterschutzstellung vom 27. April 1983 umfasste zunächst Fassaden und Dächer; am 10. November 1995 wurde sie auf das Innere erweitert.

Die Villa Les Zéphyrs in Westende ist ebenfalls als Denkmal geschützt. Octave Van Rysselberghe entwarf sie ursprünglich 1903. Sie ist ein architektonisch wertvoller Bestandteil der städtebaulichen Anlage von Westende-Bad. Zur sorgfältig gestalteten Innenausstattung im Art-Nouveau-Stil gehören ein aufwendig ausgeführtes Badezimmer und eine Kellerküche. Die Villa und das ehemalige Grand Hôtel verweisen auf unterschiedliche Beispiele der Baugeschichte des Seebads, ohne dass ihre jeweilige Geschichte ineinander übergeht.

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Eine andere Bauform zeigt die Sint-Theresiakapel. Sie ist ostwestlich ausgerichtet und neoromanisch geprägt. 1930 wurde sie anstelle einer etwas weiter entfernt gelegenen Kapelle von 1912 wiederaufgebaut; der Entwurf stammt vom Brüsseler Architekten Victors Rubbers. So reicht die Baugeschichte des Orts von der Seebadsiedlung und ihren Villen bis zu dieser Kapelle.

Wassersport und Aufenthalt

Für Wassersport gibt es unterschiedliche, konkret benannte Anknüpfungspunkte. De Kwinte ist eine Surfbar an der Promenade des Sint-Laureinsstrands in Westende und ein zentraler Ort für Wasser- und Strandsport. Der Surfclub Westende|Nieuwpoort bietet in Westende Wassersport am Meer an; zum Angebot gehören außerdem Surfstunden, Surfcamps und der Verleih von Ausrüstung. So lässt sich bei der Reiseplanung unterscheiden, ob Sie sich eher für einen Wassersport-Ort am Strand oder für die genannten Clubangebote interessieren.

Westende-Bad bietet damit einen historischen und architektonischen Schwerpunkt, ergänzt durch die geschützte Strandlandschaft. Wenn Sie einen Aufenthalt auswählen, können Sie überlegen, ob für Sie vor allem die Geschichte des Seebads, seine Baukultur oder ein Interesse am Wassersport im Vordergrund steht.

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