Houtigehage: Heidesiedlung, Häusergeschichte und Wege

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Houtigehage als Heidesiedlung. Entlang der heutigen Skoallewyk bildeten Häuserreihen den Anfang der Siedlungsstruktur des Ortes. Wer Houtigehage über seine Häusergeschichte kennenlernen möchte, findet an der Skoallewyk einen konkreten historischen Ausgangspunkt.

Siedlungsgeschichte an der Skoallewyk

Skoallewyk 10 ist eines von acht frühen Arbeiterhäusern, die 1909 im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus errichtet wurden. Das Arbeiterhaus besitzt als Ausdruck einer sozialen Entwicklung, insbesondere des sozialen Wohnungsbaus, kulturhistorischen und architektonischen Wert. Das Baujahr 1909 verankert die Adresse innerhalb der Entwicklung des sozialen Wohnungsbaus. Für einen Rundgang entlang der Skoallewyk bietet die Hausnummer 10 einen konkreten Bezugspunkt innerhalb dieser frühen Bebauung.

Das Gebäude in Skoallewyk 10 ist typologisch mit kleinen Bauernhäusern verwandt. Es umfasst einen Wohnraum mit Alkovenbetten und einen integrierten Schuppen, der für die Haltung von Kleinvieh eingerichtet war. Das historische Haus wurde in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt.

Noord Jeruël und religiöse Ortsgeschichte

Ds. Visscher gründete für die Houtigehager auf der Heide ein einfaches Evangelisationszentrum, das den Namen Noord Jeruël erhielt. Noord Jeruël in der Ds. Visscherwei 71 ist ein kommunales Denkmal. In der Ds. Visscherwei 73 wurde Noord-Jeruël 1938 als PKN-hervormde Kirche errichtet. Die Hausnummern 71 und 73 trennen die beiden Gebäude an der Ds. Visscherwei klar voneinander.

Das Museum ’t Wâldhúske

Das Museum ’t Wâldhúske liegt in der Skoallewyk 10. Es gilt als kleinstes Museum Frieslands. Im Museum lässt sich nachvollziehen, wie Menschen beim Übergang von Plaggenhütten zu einem Steinhaus lebten. Wer sich für Alltags- und Baugeschichte interessiert, findet im Museum den Übergang von Plaggenhütten zu einem Steinhaus. Die Skoallewyk 10 ist damit zugleich die Adresse des historischen Arbeiterhauses und des Museums ’t Wâldhúske.

Houtigehage mit dem Fahrrad und zu Fuß

Die Fahrradroute „Smaak fan ’e Wâlden“ führt ab Knotenpunkt 51 zum Museum ’t Wâldhúske in der Skoallewyk 10 in Houtigehage. Eine 100 Kilometer lange Fahrradroute ab Surhuisterveen führt durch Houtigehage und am Museum ’t Wâldhúske vorbei. Für die Routenplanung ist der Unterschied konkret: Die Route ab Knotenpunkt 51 führt zum Museum, während die 100 Kilometer lange Strecke ab Surhuisterveen daran vorbeiführt. Die 100 Kilometer geben der zweiten Strecke einen festen Rahmen für die zeitliche Planung. Für Radfahrende entsteht dadurch ein anderer Ablauf als bei einem Routenabschnitt mit dem Museum als Ziel.

Der rot-gelb markierte Abschnitt 7 führt zu Fuß zurück nach Houtigehage in Friesland. Für eine Wegplanung sind damit sowohl die Markierung als auch die Rückkehr nach Houtigehage angegeben.

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