Bedum: Kirchen, Geschichte und Wege am Boterdiep
Unterkünfte in Bedum
Zwischen dem Boterdiep, alten Kirchen und Wegen durch das Bedumerbos zeigt Bedum eine vielschichtige Ortsgeschichte. Wer eine Reise mit Kultur, kurzen Entdeckungen zu Fuß und Einblicken in die Entwicklung der Landschaft verbinden möchte, findet hier unterschiedliche Anknüpfungspunkte. Bei der Wahl Ihrer Unterkunft können Sie deshalb überlegen, ob Sie vor allem Kirchen und historische Gebäude kennenlernen oder Bewegung und Naturbeobachtung einplanen möchten.
Kirchen und Ortsgeschichte entdecken
Bedum entstand um das 10. Jahrhundert auf zwei niedrigen Wurten in einem Gebiet, das durch Moorentwässerung und Kultivierung geprägt war. Der Wolddijk wurde um 1200 angelegt und macht diese Kultivierungsgeschichte sichtbar. Das Boterdiep bildet die zentrale Achse des Ortes und gehört damit zu den wichtigen Orientierungspunkten für die Beschäftigung mit Bedums Entwicklung.
Zu den markanten Bauwerken zählt Maria ten Hemelopneming, eine römisch-katholische Kirche, die 1880/81 nach einem Entwurf des Architekten Alfred Tepe im neugotischen Stil erbaut und 1881 in Gebrauch genommen wurde. Auch die Walfriduskerk ist eng mit der Geschichte Bedums verbunden. Ihre Gräber von Walfridus und Radfridus zogen Pilger aus der weiteren Umgebung an. Besonders auffällig ist der Turm: Er ist stärker aus dem Lot geneigt als der Turm von Pisa.
Die Goede Herderkerk, auch Noorderkerk genannt, wurde 1937–1938 im Groninger Zweig der Amsterdamer Schule erbaut. Ihr Grundriss folgt der Form eines griechischen Kreuzes, während der Turm an der Südostseite steht. Einen weiteren historischen Akzent setzt das Bedumer Kriegsdenkmal an der Ecke von Schoolstraat und Grotestraat.
Die Regenboogschool ist als Rijksmonument eingetragen und erdbebensicher gemacht worden. Das mehr als 100 Jahre alte Schulgebäude wird vor Ort auch „Gangenschool“ genannt. Hohe Decken, breite Flure, rechteckige Klassenräume, breite Türen und Terrazzoböden prägen seine Gestaltung. Es ist die erste Schule, die als Rijksmonument eingetragen und erdbebensicher gemacht wurde.
Zu Fuß am Wasser und durch das Bedumerbos
Für eine überschaubare Wanderung bietet sich die 4-Mijl-Wanderroute an. Der etwa 7,4 Kilometer lange Rundweg beginnt und endet an der Scheve Toren. Er führt am Boterdiep entlang, über Brücken hinweg sowie an der Eislaufbahn und am Bedumerbos vorbei. Die Dorpsgidsen Bedum bieten außerdem Rundgänge durch das alte Bedum an und vermitteln dabei Wissen über die Geschichte, markante Gebäude und die Menschen, die den Ort geprägt haben.
Am Boterdiep Westzijde gibt es einen Weg am Wasser mit Stegen. Dort befindet sich ein mit der naturfreundlichen Ufergestaltung verbundener Schotterweg sowie fünf öffentliche Stege zum Angeln oder um das Wasser aus nächster Nähe zu erleben. Im Bedumerbos gibt es Wege, die speziell für Rollstuhlnutzer geeignet sind. Das Bedumerbos gehört zu den Gebieten, die unter dem Gebiet „Hogeland“ geführt werden.
Auch Naturbeobachtungen lassen sich einplanen. Am Vogelpunt Melkweg suchen Vögel an einem durch Lehmabbau entstandenen Feuchtgewässer nach Nahrung. Wer lieber mit dem Fahrrad unterwegs ist, kann eine Fahrradtagesfahrt durch Nordgroningen berücksichtigen, die in Bedum beginnt. Für einen weiteren Ort in dieser Auswahl können Sie außerdem Onderdendam ansehen.
Besuchszeiten und Anreise berücksichtigen
Die Walfriduskerk ist vom 27. April bis zum 1. Oktober, außer am 20. Juni, jeden Samstag von 14.00 bis 16.00 Uhr geöffnet. Zusätzlich öffnet sie am 27. April, 9. Mai, 5. September und 12. September jeweils von 10.00 bis 16.00 Uhr. Der Eintritt ist frei. Wenn Sie den Kirchenbesuch fest einplanen möchten, sollten Sie diese besonderen Öffnungstage und die genannte Ausnahme bei Ihrer Reiseplanung berücksichtigen.
Die Zugfahrt von Groningen nach Bedum dauert etwa 15 Minuten. Das ist eine konkrete Orientierung für die Anreise und kann bei der Entscheidung für Bedum als Aufenthaltsort eine Rolle spielen. Für zusätzliche Abwechslung sorgen die kreativen Blumenworkshops von Bloeiland, die sich als Ausflug eignen.
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