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Eilsum zwischen Warfen, Kirche und Kanälen entdecken

Unterkünfte in Eilsum

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Wasser, Warfen und die Geschichte Eilsums

Als Warfendorf wurde Eilsum auf einem schmalen, von Nordost nach Südwest verlaufenden Streifen Kalkmarsch in 5,8 m Höhe über NN gegründet. Die kleine zentrale Warf bietet Platz für drei Bauernhöfe. Neben ihr gibt es fünf weitere bewohnte Warfen, die auch „Wehre“ heißen. Middelstewehr ist eine im Mittelalter entstandene Gehöftgruppe in Eilsum. Zusammen geben diese Siedlungsformen dem Ort ein deutliches historisches Profil, das die kleinteilige Anlage der Warfen mit der Landschaft der Kalkmarsch verbindet.

Wasser gehört ebenfalls zur Geschichte des Ortes. Eilsum war im Hochmittelalter ein Sielort mit Seeverbindung. Der 1605 nach Greetsiel gegrabene Kanal besteht bis heute als „Oll Deep“ fort. Nachdem das alte Siel 1461 verschlammt und abgebrochen worden war, wurde es in Angernwehr neu errichtet. Die Wasserbezüge reichen damit von der mittelalterlichen Seeverbindung bis zum bis heute fortbestehenden Kanal.

Kirche und Denkmal im Ortsbild

Ein weiterer historischer Bezug ist die Graft am Bolkewehrster Weg 2. Sie gehört als Teil eines Baudenkmals zum denkmalgeschützten Bestand Eilsums und besitzt geschichtliche sowie städtebauliche Bedeutung. Die evangelisch-reformierte Kirche Eilsum ist eine mittelalterliche Backsteinkirche. Ihr Kirchenschiff wurde zwischen 1230 und 1260 errichtet; zugleich besitzt die Kirche einen älteren Ostturm. In der Apsis sind Reste von Ausmalungen im romanischen Zackenstil erhalten. Die Kanzel von Casper Struiwig trägt die Jahreszahl 1738, das spätgotische Bronzetaufbecken wurde 1472 gegossen.

Die Krummhörner Kirchturmtour

Die Kirche ist in der Reihenfolge der Krummhörner Kirchturmtour die zweite Station. Die Tour ist eine rund 70 km lange Fahrradroute zu 21 Kirchen in 19 Dörfern der Krummhörn. In der Ferienregion Krummhörn-Greetsiel gibt es ausgeschilderte Radrouten mit Knotenpunktsystem. Dazu gehört die Tour von Dorf zu Dorf vorbei am Pilsumer Leuchtturm, der Murmel-Arena in Uttum, historischen Windmühlen, der Osterburg in Groothusen und der Manningaburg in Pewsum sowie am Nationalpark Wattenmeer, der zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört. Unterwegs lässt sich auch das Fischerdorf Greetsiel erkunden. Eilsum ist damit in ein Netz aus Kirchen, Dörfern, historischen Bauwerken und Wattenmeer eingebunden.

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Wasserweg und öffentlicher Grillplatz

Auch die Wasserorientierung des Ortes ist für die Anreise klar umrissen: Eilsum ist über einen Bootsanleger auf dem ostfriesischen Kanalnetz auf dem Wasserweg erreichbar. Außerdem gibt es einen öffentlichen Grillplatz, den jeder nutzen kann. Das macht Eilsum für unterschiedliche Tagespläne interessant: Sie können den Ort über seine Bau- und Siedlungsgeschichte betrachten, einen Abschnitt der Kirchturmtour einordnen oder den Wasserweg als Anreiseform einplanen.

Weitere Orte für Ihre Reiseauswahl

Weitere Orte für Ihre Reiseauswahl: Greetsiel, Pewsum, Rysum, Campen, Loquard, Upleward, Visquard und Hamswehrum.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Krummhörn.

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