Greetsiel an der Nordsee: Hafen, Geschichte und Wasserwege
Unterkünfte in Greetsiel
Greetsiel zeigt die Nordseeküste in mehreren Facetten: Hafenleben, historische Bauwerke, Wattenmeer-Themen und Wasserwege liegen hier in einem Ort zusammen.
Hafen, Mühlen und historische Ortsbilder
Der historische Hafen von Greetsiel ist über 600 Jahre alt. Mit 25 Krabbenkuttern ist hier die größte Kutterflotte Ostfrieslands beheimatet; die Kutter laufen den malerischen Hafen regelmäßig an. Dadurch wird maritime Geschichte nicht nur an Gebäuden sichtbar, sondern auch im Hafenbild. Zu den markanten Bauwerken gehört die östliche der beiden Zwillingsmühlen. Das Wahrzeichen Greetsiels wurde 1706 erbaut.
Auch ein Spaziergang durch den Ort führt zu verschiedenen Epochen. Die engen Gassen sind von liebevoll restaurierten Giebelhäusern aus dem 18. und 19. Jahrhundert gesäumt. Die Ev.-ref. Kirche Greetsiel entstand in zwei Bauabschnitten zwischen 1380 und 1410 als rechteckige, einschiffige Einraumkirche aus Backstein. Die Kirche verbindet damit einen mittelalterlichen Backsteinbau mit einem maritimen Detail aus der Zeit um 1700 im Ortsbild. Dort ist außerdem Niedersachsens älteste kirchliche Schiffswetterfahne zu sehen, die aus der Zeit um 1700 stammt.
Das Steinhaus Greetsiel wurde im 14. Jahrhundert ursprünglich als Herrensitz der Grafenfamilie Cirksena errichtet. In den historischen Räumen finden regelmäßig Ausstellungen statt. Gleichzeitig hat das Steinhaus derzeit keine festen regulären Öffnungszeiten und ist nur im Rahmen von Veranstaltungen oder Sonderterminen zugänglich. Für diesen Teil des Ortsbildes ist der jeweilige Zugangstermin daher entscheidend.
Wattenmeer-Themen und Wasserwege der Krummhörn
Im Nationalpark-Haus Greetsiel wird die Ausstellung „365 Tage – rund um die Leybucht“ gezeigt. Interaktive Elemente behandeln die jahreszeitlichen Veränderungen im Wattenmeer, Naturerlebnisse und Ausflugsziele in der Umgebung sowie das Leben an der Küste einschließlich Küstenschutz und Fischerei. Eine Aquarienanlage zeigt heimische Fische und Krabbeltiere der Nordsee. So lässt sich der Küstenraum auch über seine Natur und seine Nutzungsgeschichte kennenlernen.
Für aktive Tage auf dem Wasser können Besucher in Greetsiel Kajaks, Kanus und Tretboote leihen, um das Kanalnetz der Krummhörn zu erkunden. Wer nicht paddeln möchte, kann dafür ein Tretboot wählen und das Kanalnetz trotzdem vom Wasser aus erkunden. Greetsiel eignet sich als Ausgangspunkt für Wassertouren auf diesem Kanalnetz. Direkt am Nationalpark-Haus befindet sich zudem eine kostenlose Fahrradabstellanlage mit rund 100 Stellplätzen, einer Selbstreparaturstation sowie Gepäckschließfächern mit Ladesteckdosen für Fahrrad-Akkus.
Greetsiel als Urlaubsort wählen
Bei der Suche nach einem Hotel oder einer anderen Unterkunft in Greetsiel hilft die Frage, welche Seite des Ortes Ihren Aufenthalt prägen soll: Hafen und historische Gassen, Ausstellungen und Küstenwissen oder eine Wassertour durch die Krummhörn. Von einem Busbahnhof aus fahren regelmäßig Busse nach Greetsiel.
Wenn Sie zusätzlich weitere Orte vergleichen möchten, finden Sie hier Campen, Rysum, Pewsum, Eilsum, Upleward, Hamswehrum und Loquard.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Krummhörn.
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