Augustfehn: Kanal, Industriekultur und Wattlandschaft

Wo Kanäle, Gezeiten und ein Süßwasser-Wattgebiet zusammenkommen, zeigt Augustfehn eine wassergeprägte Seite des Nordsee-Hinterlands. Zugleich erzählt der Ort von Kirche, Stahlwerk und Wegen, die Geschichte nicht nur im Museum, sondern draußen erlebbar machen. Für Sie entsteht damit ein Ziel, an dem sich Kanutour, selbstständige Entdeckungen und geführte Ortsgeschichte unterschiedlich verbinden lassen.

Wasserwege und Natur am Aper Tief

Die tideabhängige Kanutour von Augustfehn nach Barßel beginnt an der Paddel-und-Pedal-Station am Augustfehnkanal und ist 9 Kilometer lang. Der Hinweis auf die Tide gehört hier zur eigentlichen Ausflugsplanung: Der Wasserstand ist kein nebensächliches Detail. Ein anderes Naturerlebnis liegt am Aper Tief. Wer von Augustfehn aus ein Stück flussaufwärts paddelt, erreicht ein Süßwasser-Wattgebiet mit seltener Flora und Fauna. So stehen eine klar umrissene Strecke und eine Landschaftserfahrung mit eigener Besonderheit nebeneinander.

Augustfehn zu Fuß oder mit dem Fahrrad entdecken

In Augustfehn gibt es ein selbstständig erkundbares Angebot zur Ortsgeschichte. Das selbstständig erkundbare Angebot zur Ortsgeschichte umfasst historische Informationstafeln, QR-Codes, herunterladbare Texte und Audiobeiträge. Die Stationen können zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkundet werden. Zur Industriegeschichte gehören der denkmalgeschützte Eisenhüttenturm Augustfehn und das denkmalgeschützte Heizhaus auf dem Eisenhüttengelände. Die Lorenbahn ist ebenfalls ein Denkmal der Industriegeschichte Augustfehns. Sie diente dem Stahlwerk zum Transport von Rohstoffen und Fertigprodukten zum Bahnhof Augustfehn. Die Eisenhütte befindet sich in Privatbesitz und wird gastronomisch sowie kulturell vielseitig genutzt.

Kirche, Kanal und Erinnerungsorte

Die Friedenskirche wurde direkt am Augustfehnkanal errichtet und besitzt einen freistehenden 20 Meter hohen Glockenturm. Die Lage am Kanal macht die Verbindung von Sakralbau und Wasserlandschaft unmittelbar sichtbar. Sie wurde im November 1957 geweiht; 2017 wurden dort drei neue Bronzeglocken eingebaut. In Augustfehn gibt es außerdem ein Denkmal für seinen Namenspatron, den Großherzog Paul Friedrich August von Oldenburg (1783–1853). Die Alte Staaßenbrücke ist die einzige erhaltene Klappbrücke in der Gemeinde Apen.

Wer die Ortsgeschichte in einem begleiteten Format kennenlernen möchte, kann die Gästeführung „Zeitreise in Augustfehn“ wählen. Sie dauert etwa 2,5 Stunden und kann zu Fuß oder mit dem Fahrrad unternommen werden; gegebenenfalls ist ein Bustransfer zum Stahlwerk möglich. Damit können Sie zwischen eigenständiger Erkundung und einer geführten Zeitreise wählen, ohne auf die historischen Schauplätze und die wassergeprägte Umgebung verzichten zu müssen.

Die passende Unterkunft in Augustfehn auswählen

Wenn Sie ein Hotel oder eine andere Unterkunft in Augustfehn suchen, können Sie Ihre Wahl an den geplanten Erlebnissen ausrichten: an einer tideabhängigen Kanutour, einer Radtour durch die Ortsgeschichte, einer Führung oder einem kulturell und gastronomisch genutzten Ort der Industriegeschichte. Für eine weitere regionale Auswahl können Sie außerdem Godensholt (Godensholt) ansehen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Apen.

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