Borkum entdecken
Unterkünfte in Borkum
Auf Borkum treffen Nordsee, Wattlandschaft und Inselnatur auf maritime Geschichte und aktive Entdeckungsmöglichkeiten. Der Nordstrand ist das letzte verbliebene Brutgebiet des Seeregenpfeifers in Niedersachsen. Zugleich zeigt die Seehundsbank, wie schutzbedürftig die Naturräume vor der Insel sind: Sie liegt im südlichen Teil des Hohen Riffs, einem Meeresbereich mit Sanden und Wattflächen westlich von Borkum. Das Hohe Riff einschließlich der Seehundsbank ist eine streng geschützte Ruhezone im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Betreten ist dort ganzjährig untersagt.
Aerial image of Borkum (view from the west)
Foto: Carsten Steger via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Anreise und Orientierung auf der Insel
Borkum ist von den Fährhäfen Emden und Eemshaven aus erreichbar. Vom Anleger Borkum Reede verbindet eine historische Kleinbahn den Hafen über sieben Kilometer mit dem Ortskern.
Auch bei der Suche nach einem Hotel oder einer anderen Unterkunft lohnt es sich, zunächst die Erlebnisse in den Blick zu nehmen, die Ihre Inselreise prägen sollen. Borkum verbindet geschützte Natur mit Rad- und Wanderwegen, Leuchttürmen und Einblicken in die maritime Geschichte. Die folgenden Ziele bieten unterschiedliche Themen für Ihre Ausflüge, ohne dass sie zu einem gemeinsamen Rundgang gehören müssen.
Wege, Watt und Aussicht
Ein rund 130 Kilometer langes Netz aus Rad- und Wanderwegen lädt auch zum Joggen ein. Wer eine längere Radstrecke in die Reiseplanung aufnehmen möchte, findet auf der Borkumer Etappe der Dollard Route eine Tour von mehr als 22,2 Kilometern. Sie führt vom Hafen durch naturnahe Bereiche, am Meer entlang, durch das Inselstädtchen und zurück zum Hafen. So lassen sich eine konkrete Streckenangabe und die beschriebenen Landschaftsabschnitte in die eigene Tagesplanung einbeziehen.
Für Nordic Walking gibt es acht ausgeschilderte Parcours. Ihre Kennzeichnung in Blau, Rot oder Schwarz richtet sich nach dem Schwierigkeitsgrad. Damit stehen neben dem umfangreichen Rad- und Wanderwegenetz eigens markierte Nordic-Walking-Strecken zur Auswahl. Für Erkundungen im Watt ermöglichen staatlich geprüfte Borkumer Wattführer, die Wattlandschaft kennenzulernen und fachkundige Informationen über die Lebensformen im Watt zu erhalten.
Der Neue Leuchtturm verbindet einen Aufstieg mit einem weiten Blick: 308 Stufen führen zur Aussichtsplattform. Von dort reicht die Aussicht über das Inselstädtchen, die Dünenlandschaft, das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer und die offene Nordsee. Der 27 Meter hohe Elektrische Leuchtturm steht auf der Randdüne südlich des Ortskerns. Vom Ortskern aus ist er zu Fuß in etwa 15 Minuten erreichbar.
Maritime Geschichte und weitere Entdeckungen
Das Heimatmuseum Dykhus macht die Geschichte Borkums anhand seiner Exponate und Räume anschaulich und vermittelt 300 Jahre maritime Geschichte. Ein besonderer Blickfang in der Wal-Halle ist das 15 Meter lange und 35 Tonnen schwere Skelett eines Pottwals. Das Tier war 1998 an der schleswig-holsteinischen Küste gestrandet. Wer sich für Inselgeschichte interessiert, kann den Museumsbesuch so mit einem konkreten Einblick in die Geschichte der Seefahrt verbinden.
Das Nordsee Aquarium Borkum zeigt in 16 thematisch unterschiedlichen Becken Tiere aus dem Meer rund um Borkum. Es ist für Rollstühle und Kinderwagen ohne Probleme zugänglich. Eine andere Art von Entdeckung bietet der Nordsee Kletterpark: Zu ihm gehören ein Hochseilgarten mit 60 Stationen und eine 14 Meter hohe Riesenschaukel. Wer sich für Wassersport interessiert, findet auf der Insel bei zwei ansässigen Schulen Kitesurfing-Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene; dabei kann eine international anerkannte Kitesurfing-Lizenz erworben werden.
Auch Baltrum, Juist, Spiekeroog, Norderney, Langeoog und Wangerooge können Sie in Ihre weitere Reiseplanung einbeziehen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ostfriesische Inseln.
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