Winter-Urlaub Nordsee 2010

Winter-Urlaub Nordsee 2010
Winter-Urlaub Nordsee 2010
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Ein Winterurlaub an der Nordsee ist ein ganz besonderes Erlebnis. Wenn eine eiskalte steife Brise von der Nordsee weht, das Wattenmeer überfriert oder sogar Eisschollen auftürmt, wenn die Deich weiße Hauben tragen, die ausnahmsweise keine Schafe sind, und wenn man sich zum Entspannen auf eine warme Therme oder auch heißen Tee und Glühwein freut, dann erleben Feriengäste einen Winterurlaub an der Nordsee hautnah. Was Nordsee-Urlauber im Winter sonst noch erleben können, lesen Sie im Folgenden.

(sh-na) Nordseefluten soweit das Auge reicht, gewaltige Wellenberge, sprühende Gischt oder tosender Sturm – an der Nordsee Schleswig-Holstein können Naturliebhaber die Urkraft der Elemente hautnah erleben. Wer zum Storm-Watching auf die Hochseeinsel Helgoland oder zu einer winterlichen Wattwanderung aufbricht oder auf eine der Halligen fährt, um dabei zu sein wenn es „Landunter“ heißt, ist immer auf der sicheren Seite: Die Ferienwohnungen und Hotels der Halligen liegen gut geschützt auf Warften, auf den Meeresgrund geht’s mit erfahrenen und bestens geschulten Wattführern und beim Storm-Watching gibt’s Schutzkleidung für die stürmische Begegnung. Urlauber, die sich den Naturgewalten auf weniger spektakuläre Weise nähern möchten, laden Erlebniszentren wie der „Blanke Hans“ in Büsum oder das Erlebniszentrum Naturgewalten auf Sylt zu einem spannenden Besuch ein.

Storm-Watching auf Helgoland
Meterhohe Wellen, Gischtwolken und tosender Sturm - die Wucht der Elemente lässt sich nur an wenigen Orten der Welt so intensiv erleben wie auf der Hochseeinsel Helgoland, rund 70 Kilometer von der Küste entfernt. Bis zu 12 Meter hoch türmen sich die Wellen auf, wenn der Wind mit bis zu 146 Stundenkilometern ungebremst über die Nordsee fegt. Beim Aufprall auf Felsen und Molen bieten die Gischtwolken, die über 25 Meter hoch steigen, ein urtümliches Schauspiel. Besucher können dieses urtümliche Schauspiel hautnah in wetterfester Kleidung bestaunen: Das 4-Sterne Hotel Rickmers Insulaner lädt zum „Storm-Watching“ mit allem Komfort ein. Das Hotel informiert zwei Tage vor Eintreffen eines Sturms über die erwartete Stärke und bereitet die rechtzeitige Anreise vor (Hotel Helgoland).

Landunter auf der Hallig
„Landunter“ ist ein echtes Erlebnis für abenteuerlustige Festlandbewohner. Die zehn Halligen im schleswig-holsteinischen Wattenmeer werden mehrmals im Jahr überflutet – besonders während der Herbststürme stehen die Chancen gut, dabei zu sein, wenn nur noch die Häuser auf den sicheren Warften aus den Nordseefluten schauen. Für Hallig-Bewohner ist das kein Grund zur Panik, sondern Normalität: Halligen haben nicht wie Inseln einen felsenfesten Untergrund, sondern bestehen aus Marschboden. Da keine Deiche vor dem „Blanken Hans“, wie die Nordsee an der Küste auch genannt wird, schützen, rollen die Wellen regelmäßig über den Halligboden hinweg. Zum Schutz haben die Bewohner ihre Häuser auf den Warften, künstlich aufgeschütteten Erdhügeln, erbaut.

Wanderung durchs winterliche UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer
Wenn das Watt bei strengem Frost überfriert und es bei jedem Schritt knirscht, ist eine Wattwanderung durchs UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer besonders eindrucksvoll. Wer nachmittags von Dagebüll aus zu den Halligen Langenß oder Oland aufbricht, läuft dem Sonnenuntergang entgegen und genießt ein ganz besonderes Naturschauspiel. Am 12., 28., 29., 30. Dezember 2010 und am 23. Januar 2011 nimmt Wattführer Boy Boysen Naturfreunde mit auf die unvergessliche Wanderung, am 8. und 15. Januar 2011 wird nach einem deftigen Grünkohlessen auf der Hallig übernachtet. Die Teilnahme an den Touren ist nur nach Voranmeldung möglich bei Boy Boysen, Tel. 04668/92000, BBoysen@t-Online.de.

„Der blanke Hans kommt“: Husumer Bucht
In der Husumer Bucht gehen Familien auf einer geführten Wattwanderung auf Tuchfühlung mit so faszinierenden Meeresbewohnern wie Strandkrabben, Wattwürmern oder Herzmuscheln. Wenn der Meeresboden sich so friedlich vor dem endlosen Horizont ausbreitet ist es schwer vorstellbar, dass die Nordsee – die an der Küste auch „Blanker Hans“ genannt wird - auch ganz anders kann. In der Sturmflutenwelt „Blanker Hans“ in Büsum (Hotels Büsum) reisen Besucher in einer Rettungskapsel direkt durch die tosenden Wassermassen der Sturmflut von 1962. Das virtuelle Abenteuer endet in der Offshore-Station, in der kleine und große Entdecker in zahlreichen interaktiven Experimenten alles Wissenswerte rund um Windstärken, Küstenschutz und Gezeiten erfahren.

Friedrichskoog erkunden

Sind Seepocken ansteckend? Wo bleibt das Wasser bei Ebbe? Welche Geheimnisse verstecken sich im Wattboden? Über den Meeresgrund wandern oder auf Schatzsuche am Strand gehen - es muss nicht immer Sommer sein, um an der Nordseeküste auf Entdeckungsreise zu gehen. Wenn eine steife Brise über die Küste fegt und die Wellen weit ans Land treibt, gibt es besonders spannendes Strandgut zu finden…(Ferienwohnung Friedrichskoog).

Erlebniszentrum Naturgewalten Sylt
Was passiert im Watt bei Nacht? Wie entsteht ein Orkan? Was ist das Geheimnis von Ebbe und Flut? Diese Geheimnisse werden spielerisch, interaktiv und emotional im Erlebniszentrum Naturgewalten in List auf Sylt gelüftet. Die 1.500 Quadratmeter große Ausstellungsfläche ist in die drei großen Themenbereiche „Kräfte der Nordsee“, „Leben mit Naturgewalten“ und „Wetter, Klima, Klimaforschung“ aufgeteilt. Die Besucher können auf ihrer Reise unter anderem in einem Sturmraum die Kräfte der Natur am eigenen Körper spüren, Wellen erzeugen und aus der Astronautenperspektive das Klimageschehen auf der Erde betrachten. In einem überdimensionalen Watt-Tunnel können die unterschiedlichen Überlebensstrategien der Tier- und Pflanzenwelt im Nationalpark Wattenmeer bestaunt und mit Hilfe interaktiver Exponate das Leben in Brandungswellen, Sturm und Prielen entdeckt werden (Ferienhaus Sylt).

Text: Nordsee-Tourismus-Service GmbH

Foto: © YPS, Peter Neumann

Datum: 25.10.2010

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