Anlegestelle im Hafen Wilhelmshaven (Foto: Klaus-Peter Wolf/pixelio.de)
Anlegestelle im Hafen Wilhelmshaven (Foto: Klaus-Peter Wolf/pixelio.de)

Wilhelmshaven

Die Seestadt Wilhelmshaven verdankt ihre Gründung und Entwicklung der planmäßigen Anlage des ersten preußischen (seit 1871 deutschen) Kriegshafens an der Nordsee. Dessen Einweihung 1869 gilt als Gründungsdatum der Stadt Wilhelmshaven, die den Namen des preußischen Königs und deutschen Kaisers Wilhelm I. bekam.

Auch heute ist Wilhelmshaven durch Marine und Hafen geprägt: einziger Marinestandort an der Nordsee und Deutschlands einziger Tiefwasserhafen. In den 1920er Jahren begonnene Ansätze, touristische Alternativen zu entwickeln, wurden nach 1945 weitergeführt, so präsentiert sich Wilhelmshaven bis heute als „Grüne Stadt am Meer“.

Touristischer Hauptanziehungspunkt ist die sogenannte Maritime Meile um den weitläufigen Hafenbereich am Jadebusen. Hier befinden sich die größte Schleuse und mit der Kaiser-Wilhelm-Brücke die größte Drehbrücke Deutschlands. Aquarium Wilhelmshaven, Buddelschiffmuseum, Küstenmuseum, ein Spielpalast für Kinder und das sogenannte Piratenamüseum reihen sich aneinander. Von besonderer Bedeutung sind das Deutsche Marinemuseum und das Wattenmeerhaus. Im Erlebniszentrum Oceanis wird eine Tiefseestation imitiert, die den Aufenthalt sowie die natürlichen Gegebenheiten und Zusammenhänge der Tiefsee simuliert.

Wilhelmshaven verfügt, unweit der maritimen Meile, über Deutschlands einzigen Südstrand an der Nordsee. Das Naherholungsgebiet Banter See bietet Möglichkeiten für Wassersport.

Die Stadthalle als Ort von Konzerten und Messen, Kunsthalle, Stadttheater und mehrere Galerien sind die Angebote Wilhelmshavens für kulturinteressierte Besucher.

Nördlich von Wilhelmshaven entsteht in den kommenden Jahren Europas größter Tiefwasserhafen für Containerumschlag, der JadeWeserPort, für Schiffe bis 16 Meter Tiefgang. Zur Verbesserung des Anschlusses an das Binnenwasserstraßennetz könnte das zu einer Wiederaufwertung des Ems-Jade-Kanals führen, der gegenwärtig ausschließlich touristisch genutzt wird.
 
Foto: Klaus-Peter Wolf/pixelio.de


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10.01.2012

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