Ostfriesland plant erweitertes Kulturangebot

Ostfriesland plant erweitertes Kulturangebot
Erweitertes Kulturangebot in Ostfriesland (Foto © Ostfriesland Tourismus GmbH)

Die Urlaubsregion Ostfriesland, die bei Nordsee-Urlaubern vor allem wegen ihrer Naturschönheiten sehr beliebt ist, möchte ihren Gästen auch in kulturellem Bereich ein umfangreicheres Angebot unterbreiten. Dabei versteht sich die Urlaubsregion Ostfriesland über die historischen ostfriesischen Grenzen hinaus als Feriengebiet zwischen der Ems-Mündung in den Dollart und dem Jadebusen.

(Aurich) Die erfolgreiche Kulturarbeit in Ostfriesland erhält eine große Anerkennung. Das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr hat einen entsprechenden Antrag der Ostfriesischen Landschaft bewilligt. Dieser befördert den künftigen Aufbau eines Kulturnetzwerkes für Ostfriesland mit dem Ziel, die kulturellen und touristischen Kräfte zu bündeln, mehr Menschen in die Region zu holen und Ostfriesland als Reiseziel für Kulturtouristen am Markt zu positionieren - und schließlich, um den Menschen vor Ort die Kultur Ostfrieslands noch näher zu bringen.

Mit einem Antragsvolumen von rund 875.000 Euro geht es vor allem um ein Themenjahr zur Optimierung des kulturtouristischen Netzwerkes. Rund 400.000 Euro kommen davon vom Ministerium „Man muss sich das so vorstellen, dass wir ein Schiff namens Netzwerk bauen und es mit verschiedenen Themenjahren als Ladung auf die Reise schicken“, so Helmut Collmann, Präsident der Ostfriesischen Landschaft. Das seit dem Projekt „Garten Eden“ bewährte Zusammenspiel der acht großen regionalen Kulturanbieter sowie die fachliche Koordination durch die Landschaft als auch der professionelle Vertrieb durch die Ostfriesland Tourismus GmbH (OTG) sorgen in Zukunft dafür, dass Ostfriesland auch außerhalb verstärkt als Kulturregion wahrgenommen wird. Dafür wird alle drei Jahre ein Themenjahr benannt, bei dem die Standards, welche durch Garten Eden gesetzt wurden, Vorgabe und Vorbild sind.

Ostfriesland Modellregion für Kulturtourismus
Ostfriesland gilt seit März 2008 mit dem Erscheinen des Masterplan Nordsee als Modellregion für Kulturtourismus in Niedersachsen. Diese Anerkennung durch das Wirtschaftsministerium und dort im Besonderen durch Werner Agsten und das erfolgreiche Projekt Garten Eden gaben den Ausschlag dafür, das Erfolgskonzept nun auf dauerhafte Beine zu stellen. Zur Erinnerung: Garten Eden war der erstmalige Zusammenschluss von Kulturanbietern zu einem gemeinsamen Thema, mit einem einheitlichen Corporate Design und unter dem Markenbegriff „Ostfriesland“. Das Ergebnis sah wie folgt aus: 30 Partner boten insgesamt 115 verschiedene Veranstaltungen und erreichten damit zusätzlich 350.000 Besucher für die ostfriesische Halbinsel.

Hiermit erklärt sich auch, warum der Park der Gärten in Bad Zwischenahn und die Kunsthalle in Wilhelmshaven mit im Boot sind, obwohl sie auf den ersten Blick historisch wenig mit Ostfriesland gemein haben. Der Tourist von außerhalb nimmt die geographische Halbinsel wahr, wenn er in die Region kommt. Die Ostfriesland Tourismus GmbH vermarktet seit 2005 erfolgreich die gesamte Ostfriesische Halbinsel inklusive Ammerland, Friesland und Wilhelmshaven. Untersuchungen haben ergeben, dass ein Tagestourist bereit ist, bis zu 81 km am Tag zurück zu legen, um ein Kulturangebot wahrzunehmen. So kann er sich in Zukunft von Küste zu Küste der Vielfalt der Angebote widmen. „Dies nutzen wir, indem wir alle qualitativ hochwertigen Kulturangebote über ein gemeinsames Thema miteinander verbinden“, so Helmut Collmann weiter. Die Förderung durch das Wirtschaftsministerium beläuft sich auf drei Jahre. Am 1. Januar 2009 startete das Projekt Kulturnetzwerk.

Themenjahr 2010 „Das Abenteuer der Wirklichkeit“
Die Hauptkoordinierungsstelle ist die Kulturagentur der Ostfriesischen Landschaft. Dort werden alle Strukturen zur Koordinierung aufgebaut sowie die qualitativen Standards gehalten. 2010 wird es das zweite Themenjahr mit dem Titel „Das Abenteuer der Wirklichkeit“ geben. Auch dieses Mal ist erwünscht, dass sich möglichst viele Partner aus der Region mit eigenen Projekten einbringen. „Dafür wird es zwar kein Geld geben, aber es besteht die Möglichkeit von dem gemeinsamen überregionalen Marketing zu profitieren als auch über die Mittel der regionalen Kulturförderung Gelder und Unterstützung zu erhalten. Kooperationen oder übergreifende Projekte haben da sicher eine gute Chance“, so Katrin Rodrian, Leiterin der Kulturagentur und Hauptverantwortliche für das Kulturnetzwerk bei der Landschaft.

Ostfriesische Landschaft in Aurich fungiert künftig als Koordinierungsstelle
Die Anbindung an das Projekt Eden von damals wurde dabei ganz bewusst vollzogen. Das Pilotprojekt im Jahr 2007 wird jetzt auf die qualitativ nächst höhere Ebene gehoben. Es ist als institutionelle und nicht als punktuelle Förderung angelegt. Es gibt personelle Verstärkung sowohl für die OTG als auch für die Landschaft in Form von befristeten Stellen. „Junge Menschen erhalten auf diese Weise die Möglichkeit des beruflichen Einstiegs und zudem die Chance bei einem sehr spannenden und herausfordernden Projekt teilzunehmen“, so Rodrian weiter. „Bisher wurden aber nur Vorgespräche geführt. Zusagen können erst gemacht werden, wenn der schriftliche Bewilligungsbescheid vorliegt.“

Das neue Thema scheint als glänzender Widerspruch zum dem Auftakt mit „Garten Eden“. Was in Ostfriesland mit dem Paradies begann, bekommt jetzt mit dem Projekt neuen Dynamik und Lust auf „Das Abenteuer der Wirklichkeit“.

Text und Foto © Ostfriesland Tourismus GmbH

Datum: 06.03.2009

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