UNESCO Weltnaturerbe bringt weltweite Anerkennung

UNESCO Weltnaturerbe bringt weltweite Anerkennung
UNESCO Weltnaturerbe: das Wattenmeer
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(Tönning) Das Jahr 2009 war ein überragendes Jahr für den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Das Wattenmeer wurde am 26. Juni 2009 von der UNESCO als Weltnaturerbe anerkannt. Jahrelange Bemühungen in Schleswig-Holstein, in Niedersachsen und in den Niederlanden haben zu diesem Erfolg geführt. Grundlage dafür waren die Erkenntnisse aus Management, Monitoring und Forschung der trilateralen Zusammenarbeit Deutschlands, der Niederlande und Dänemarks zum Schutz des Wattenmeeres. Nun konnte der grandiose Erfolg für die Natur, für den Erhalt des Lebensraumes Wattenmeer gefeiert werden. „Wir sind Weltnaturerbe“, so war es am Leuchtturm von Westerhever zu lesen.

National und international wurde ausführlich über die Anerkennung als Weltnaturerbe berichtet. Sogar die Deutsche Zentrale für Tourismus in Tokio hat sofort mit einer Pressemitteilung reagiert. Und nur wenige Monate später wurde das Wattenmeer im Internet bei einer Umfrage der Heinz Sielmann Stiftung zu Deutschlands Nummer 1 gewählt, zu Deutschlands schönstem Naturwunder. Das ist ein fantastischer Nebeneffekt für die Region, für den Tourismus in der Region. Die Tourismusfachleute erkennen jetzt ihre Chance.

Immer mehr Wattführer, Gaststätten, Hotels und Vermieter wollen Nationalpark-Partner werden (Ferienwohnungen Nordfriesland). Ausgezeichnet wurden bisher 107 Partner. In Arbeitsgruppen wird von Naturschützern und von Marketingfachleuten an Strategien für einen nachhaltigen Tourismus in der Weltnaturerbe-Region gearbeitet. Schon im Sommer wurden die „Small Five“ zu Stars gemacht, das waren Strandkrabbe, Wattwurm, Herzmuschel, Wattschnecke und Nordseegarnele. Im Herbst folgten die „Flying Five“ – Brandgans, Alpenstrandläufer, Ringelgans, Silbermöwe, Austernfischer. Und im Frühjahr nächsten Jahres werden die „Big Five“ in einer Medienkampagne der Öffentlichkeit vorgestellt. „Die Anerkennung dient dem Naturschutz und dem Tourismus, sie schafft noch mehr Akzeptanz in der Region“, erklärt Dr. Detlef Hansen, der Leiter der Nationalparkverwaltung.

Gegen die Anerkennung zum Weltnaturerbe verblassen alle anderen Ereignisse, die in diesem Jahr stattfanden, obwohl sie in anderen Jahren die Aufmerksamkeit auf sich gezogen hätten. Das „Jahr der Biosphärenreservate“ wurde in Deutschland gefeiert. Die Nationalparkverwaltung hat das heimische Biosphärenreservat Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und Halligen auf der Bundesgartenschau in Schwerin präsentiert und eine Wanderausstellung über Biosphärenreservate organisiert. Das Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum hat sein zehnjähriges Jubiläum gefeiert und seinen zweimillionsten Gast begrüßt. Und in Husum wurde in Zusammenarbeit mit den Naturschutzverbänden die erste Junior-Ranger-Gruppe des Nationalparks gegründet.

Natürlich wurden auch im Jahr 2009 die wissenschaftlichen Untersuchungen im Nationalpark weitergeführt. Die Seehunde, die besonderen Lieblinge aller Gäste, haben sich weiter gut entwickelt. 8415 Seehunde wurden gezählt, etwas mehr als im Vorjahr. Das ist der höchste Stand seit Anfang der 1970er Jahre, seit Beginn der Seehundzählungen vom Flugzeug aus.

Text: Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein

Foto: © M. Stock / LKN-SH

Datum: 16.12.2009

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