Veranstaltungen Ostfriesland 2010

Veranstaltungen Ostfriesland 2010
Krummhörn-Greetsiel, Ostfriesland
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(Aurich) Die gesamte Ostfriesische Halbinsel hat sich unter dem Motto „Abenteuer Wirklichkeit“ für ein Jahr zusammengefunden und will die kulturellen und touristischen Highlights aber auch die verborgenen Schätze zeigen. Die Ostfriesische Landschaft und die Ostfriesland Tourismus GmbH als Koordinatoren des Projektes haben sich zum Ziel gesetzt, damit eine ganze Region qualitativ hochwertig darzustellen– trotz und gerade wegen aller Klischees, die mit Ostfriesland verbunden sind. 64 Standorte, 70 Partner und 91 Projekte – das sind die Zahlen zu dem kulturtouristischen Themenjahr 2010 „Abenteuer Wirklichkeit“ (Ferienwohnung Ostfriesland).

Das erste Quartal 2010
Gleich mit zwei Highlights wird das Jahr am 23. Januar 2010 gestartet. Mit Realismus – Das Abenteuer der Wirklichkeit; Courbet - Hopper – Gursky eröffnet die Kunsthalle Emden ihre Ausstellung, bei der mit einem hohen Besucheransturm zu rechnen ist. Am selben Abend erlebt in Wilhelmshaven das Rockmusical „META, Norddeich seine Uraufführung an der Landesbühne Niedersachsen Nord. Erzählt wird darin die Lebensgeschichte der jungen Ostfriesin Meta Rogall, die in den 1960er Jahren in ganz Nordwestdeutschland zum Mythos wurde. Direkt hinter dem Deich betrieb die schöne Frau auf eigenwillige Art ihren Musikschuppen „Haus Waterkant“ und engagierte damals noch unbekannte Bands und Interpreten. Diese sind heute namhafte Künstler wie Otto Waalkes, die Scorpions aber auch Howard Carpendale, der sich nur ungern an seine Rock’n Roll Zeit hinter dem Deich erinnert.

Als kleine Schätze können zwei weitere Veranstaltungen des ersten Quartals genannt werden. Die Auricher Wissenschaftstage im Februar haben die höchste Dichte an Nobelpreisträgern in Deutschland, gleich nach der Tagung der Nobelpreisträger in Lindau am Bodensee. In diesem Jahr wird unter anderem der Chemienobelpreisträger Prof. Gerhard Ertl über den Mechanismus der Katalyse sprechen. An zehn Abenden von Februar bis März stellen Wissenschaftler von Weltruf im Herzen Ostfrieslands aktuelle Forschungsergebnisse vor.

Als absoluter Geheimtipp gelten die Berichte der Schüler der Berufsbildenden Schulen II sowie des Ulricianums in Aurich. Sie erzählen ganz lebensnah von ihren Praktika auf Forschungsschiffen, auf Forschungsstationen oder in Laboratorien, in denen die Zukunft Deutschlands entwickelt wird, spannender und anschaulicher kann Bildung kaum sein.

Ein weiterer Tipp ist das „Hasenkabinett“. Die Niederländerin Wilma Mencke öffnet ab dem 24. April ihr Privathaus in Weener im Rheiderland an der niederländischen Grenze für eine Kunstaktion. Es geht dabei um den Feldhasen. Dieser galt in Ostfriesland lange als vom Aussterben bedroht. Heute prägt er wieder die Wirklichkeit der Region. Die wohl bekannteste Darstellung in der Kunstgeschichte ist das Aquarell „Junger Feldhase“, 1502 von Albrecht Dürer“ gemalt. Als Reminiszenz an das Bild als auch an den Erhalt dieses sagenumwobenen Tieres in Ostfriesland nähern sich 20 internationale Künstler in verschiedenen Techniken und Stilen dem Thema. Touristen sind eingeladen an dem Prozess aktiv teilzunehmen.

Dem Klischee Seemannsromantik contra Wirklichkeit des harten Arbeitsalltags auf dem Meer kann man sich ab dem 19. März auf dem Feuerschiff Amrumbank in Emden nähern. Für alle Landratten vorab: ein Feuerschiff ist ein schwimmender Leuchtturm! Behandelt werden die Aufgaben der Sicherheit, das Abenteuer der Rettung und die harte Wirklichkeit auf See: die Sicherung des Seeverkehrs, der Alltag des Lotsenwesens, Funktechnik und Leuchtfeuer. Anschließend ist es möglich in der Schiffsmesse oder auf der Kommandobrücke maritimes Essen zu genießen und gleichzeitig über Emden zu blicken.

Diese kleine Auswahl des ersten Quartals zeigt, dass Ostfriesland als eher dünnbesiedelte, ländliche Region am Rande der Bundesrepublik den Deich nicht als Sichtschranke zum Meer sieht, sondern ihn als Aussichtsplattform für weite Gedanken und kreative Ideen nutzt. „Abenteuer Wirklichkeit“ bietet dabei nicht nur Kunstangebote, sondern trägt auch der besonderen Kultur Ostfrieslands Rechnung, der man deutschlandweit nirgends anders begegnet. „Das Themenjahr hat wirklich die Chance auf einen großen Erfolg, sowohl bei der Bevölkerung als auch bei Feriengästen“, so Helmut Collmann, Präsident der Ostfriesischen Landschaft und Hauptverantwortlicher des Projektes. „Es bietet ein vielfältiges und hochwertiges Angebot, das sich sowohl mit den Klischees der Region befasst als auch mit deren Wirklichkeit. Es gibt den Menschen die Möglichkeit, eine Region ganz neu zu erleben und das Abenteuer Ostfriesland zu genießen“.

Text: TourismusMarketing Niedersachsen GmbH

Foto: © Die Nordsee GmbH

Datum: 20.01.2010

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