Vorbereitungen für die Brutzeit im Nationalpark

Wiesenpieper auf Schild
Wiesenpieper auf Schild

Was dem einen viele Einschränkungen bringt, ist für den anderen das wahre Paradies. In der jetzt beginnenden Brutzeit müssen die Singvögel im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer keinen solch großen Menschenandrang befürchten wie in normalen Jahren.
Das öffentliche Leben der Menschen liegt weitgehend brach – die Vogelwelt im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer bleibt davon unberührt. Rechtzeitig vor Beginn der Brutzeit wurde das Schutzgebiet darum darauf vorbereitet, dass der Nachwuchs dort geschützt aufwachsen kann. Nationalpark-Rangerinnen und -Ranger sowie Aktive der betreuenden Naturschutzverbände haben dafür die Pfähle und Schilder zur Kennzeichnung der Schutzzone 1 und der Brut- und Rastgebiete installiert.
Unterschied zu sonstigen Jahren ist, dass diese Arbeit weitgehend allein statt in Teams geschieht. Wie sonst gilt jedoch auch diesmal: „Stichtag für die Fertigstellung ist der 1. April“, sagt Christian Wiedemann aus der Nationalparkverwaltung.
Damit das benötigte Material verfügbar ist, fragt der Koordinator für die Beschilderung Karl-Heinz Hildebrandt jeweils bereits im Februar den Bedarf ab und bestellt gegebenenfalls noch nach. Den Aufbau übernehmen dann in der Regel die Verantwortlichen vor Ort. „Die wissen am besten, was wo gebraucht wird“, so Wiedemann.
Unabhängig davon, wann Gäste den Nationalpark wieder besuchen können, wird zudem bald das Besucher-Informations-System (BIS) wieder komplett sein. Alle außendeichs platzierten Elemente werden nämlich im Herbst abgebaut und eingelagert.
Ziel des BIS ist es, Besucher an sensiblen oder stark frequentierten Standorten für die Schutzwürdigkeit der Wattenmeernatur zu sensibilisieren. „Informieren statt verbieten“ lautet dabei das Motto. Insgesamt 735 Infoelemente an 307 Standorten entlang der Nationalparkküste informieren Gäste über die einzigartige Natur des Wattenmeeres und über standortspezifische Besonderheiten.

LKN Schleswig-Holstein / nordlicht verlag

Foto: © Stock/LKN.SH

Datum: 07.04.2020

Kommentar (0)

Keine Kommentare

Werbung

Folgen auf Facebook oder Google+

 


News

25. Juister Gesundheitswoche
Die ostfriesische Insel Juist, auch Töwerland“ (Zauberland) genannt, hat es auf vielfältige Weise vermocht, ihre Gäste in den Bann zu ziehen. Eine Möglichkeit ist es, die sowieso schon gesunde Natur der Insel durch entsprechende Veranstaltungen aufzuwerten. Dazu gehört auch die diesjährige Jubiläums-Gesundheitswoche vom 18. bis 23. April 2021.
UN-Dekade der Ozeanforschung
Auch wenn es oft nicht im Blickpunkt des Urlauber ist: Die Nordsee ist Teil des Atlantischen Ozeans. Er ist, wie alle seiner Art, von unschätzbarer Bedeutung für die Klimaentwicklung auf der Erde. Grund genug für die Ozeanforschung auch vor der eigenen Haustür, im Nationalpark-Themenjahr „Wissenschaft im Wattenmeer“.
Nordsee ohne Deich
Der Nordseeurlauber weiß, dass er über den Deich muss, um das Wasser sehen zu können – wenn es denn gerade da ist. Deiche sind ja auch Erlebniszonen, mit Schafen, mit Wegen zum Wandern und Radfahren. Wo aber gibt es den Nordseeblick ohne Deich?