Provinz Groningen Niederlande

Hafen von Lauwersoog Hafen von Lauwersoog

Lage und Geschichte

Die Provinz Groningen ist die nördlichste niederländische Küstenprovinz. Sie grenzt direkt an die Region Ostfriesland in Niedersachsen. Die Besiedlung erfolgte durch verschiedene Stämme, als deren dominierende sich schließlich die Friesen erwiesen. Im 11. Jahrhundert wurde mit dem Deichbau begonnen, um das niedrig liegende Land für eine dauerhafte Besiedlung zu sichern. Gleichzeitig entstanden Warften als zusätzlicher Schutz für die Gebäude. Die Provinzhauptstadt Groningen ist gleichzeitig Namensgeber der Provinz und hat knapp 200.000 Einwohner. Die Provinz Groningen zählt zu den Regionen der EU mit dem höchsten Wohlstandsstandard.

Natur und Tourismus

Seedeich von BandpolderDie Provinz grenzt im Norden an das Wattenmeer. Auch das Südufer der Emsmündung gehört zur Provinz Groningen. Wie es für die Niederlande typisch ist, wird auch die Provinz Groningen von Feucht- und Moorgebieten beherrscht. Größte Orte an der Nordseeküste sind Delfzijl mit Appingedam und die Gemeinde Eemsmond. In Küstennähe bieten zahlreiche Hotels, Ferienwohnungen und Ferienhäuser die Möglichkeit, den Nordseeurlaub aktiv ganz in Familie zu verbringen. Hier führen Kanutouren, Bootsfahrten und das wunderbare Netz der Wanderstrecken und Radwege durch die Niederlande zu ehemaligen Adelssitzen, Festungen, Klöstern, Hünengräbern und Mühlen. Die Marsch ist durchzogen von Bockwindmühlen, Getreidemühlen, Schöpfmühlen und Holländermühlen. Es ist also eine für die Niederlande typische Landschaft. Die Provinzhauptstadt Groningen ist das unbestrittene Zentrum der Region, aber auch der Hafen in Delfzijl ist z.B. der drittgrößte der Niederlande. Die Nordseeküste der Provinz Groningen endet im Westen im Nationalpark Lauwersmeer. Er entstand aus einem ehemaligen Küstensee, der nach der großen Sturmflut von 1953 aus Angst vor weiteren Überschwemmungen bis 1969 durch einen Deich abgetrennt wurde. Große Teile des 9.000 Hektar großen Gebietes sind nicht zugänglich. Östlich davon befindet sich die Gemeinde De Marne, deren Namen von den kleinen „Maren“ stammt: kleine Wasserwege, die sich durch die Landschaft schlängeln und mit Booten befahren werden können. In Pieterburen befindet sich eine landesweit bekannte Seehundstation. Der Hafen von Lauwersoog wird gerne von Fischern angelaufen und ist Ausgangspunkt für den Fährverkehr zur Insel Schiermonnikoog.

© oben: wikipedia.de/Tukka/gemeinfrei; unten: wikipedia.de/Theun/CC1.2

 



Reiseführer Niederland - Michael Müller VerlagLITERATURTIPP: Reiseführer Niederlande
Wasser ist in den Niederlanden das dominierende Element: Meer, Flüsse und unzählige Kanäle prägen das Land, und entsprechend groß ist das Angebot für die vielen Bade- und Wasserfreunde, die Jahr für Jahr ihren Urlaub hier verbringen. Insbesondere für Familien mit Kindern präsentiert sich das Land als wahres Ferienparadies. Außerdem können Reisende Städte mit prachtvollen Patrizierhäusern, historischen Märkten und bedeutenden Museen entdecken, aber auch trubelige Geschäftigkeit in multikulturellen Boomtowns wie Amsterdam und Rotterdam. Der Reiseführer „Niederlande“ informiert über die zwölf Provinzen des Landes: reisepraktische Informationen, Hintergrundgeschichten sowie Orts- und Landschaftsbeschreibungen.
Dirk Sievers, 722 Seiten, 26,90 Euro, ISBN 978-3-89953-708-6

Eemshotel in Delfzijl

Delfzijl Appingedam

Erste Siedlungsspuren in diesem Gebiet stammen aus der Zeit um 400 v. Chr.. Immer waren die Bewohner gezwungen, ihre Häuser vor Hochwasser zu schützen, daher ist die Region von Wurthen beherrscht. Die heutige Stadt Appingedam besteht wahrscheinlich schon seit 800, erhielt aber erst im 14. Jahrhundert das Stadtrecht. Die spätere Anlage des Hafens von Delfzijl mit Stapelrecht für die Waren aus Groningen ließ die Bedeutung der Stadt deutlich sinken. Beide Orte liegen an der Bahnlinie von Groningen zur Nordsee und am Eemskanal, der von Groningen zur Emsmündung führt. Delfzijl liegt unmittelbar an der breiten Trichtermündung der Ems in die Nordsee.
Deich am Wattenmeer

Eemsmond mit Uithuizen

Eemsmond ist die nördlichste Gemeinde auf dem niederländischen Festland in der Provinz Groningen. Sie erstreckt sich von der namensgebenden Emsmündung im Osten bis kurz vor Pieterburen im Westen. Die Region weist Besiedlungsspuren auf, die bis zum Beginn der Zeitrechnung zurückreichen. Zunächst wurden die Gehöfte auf Warften errichtet. Im 10. Jahrhundert begann die Bevölkerung, an der Nordseeküste zusätzlich einen Deich zu bauen.
Historische Häuserzeile in Groningen

Groningen

Die Stadt Groningen (sprich etwa: Chrouninge) liegt etwa 20 Kilometer von der Nordseeküste und 30 Kilometer von der Emsmündung entfernt im Nordosten der Niederlande. Von den knapp 200.000 Einwohnern sind etwa 50.000 Studenten. Die Stadt entstand aus drei oder vier Vorgängersiedlungen, deren erste Spuren von 300 v.Chr. stammen. Seit dem Jahr 700 ist eine ununterbrochene Besiedlung nachweisbar. Die Mitgliedschaft in der Hanse gab der Stadt eine erste Blüte, der Handel brachte Reichtum und Wohlstand. Mit der Ems ist Groningen über den Eemskanaal verbunden.

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