Was ist...?

Ebbe und Flut, Wattenmeer, Siel, Priel, Tide, Warft … und vieles mehr. Das sind Begriffe, die Ihnen beim Nordseeurlaub oft begegnen. Wir wollen Ihnen die Orientierung erleichtern und häufig wiederkehrende Begriffe erläutern. Dazu zählen auch geographische Regionen.

Foto: Harry Hautuum/pixelio.de

Das Wattenmeer vor Keitum auf Sylt

Das Wattenmeer

Jeder Besucher der Nordseeküste Deutschlands wir damit konfrontiert und lernt den Spruch kennen: Was’n dat? Das‘n Watt! Abenteuerliche Geschichten ranken sich um diese Art von Meer, wie Schuh oder Stiefel versanken, wie Muscheln den Zeh verletzen, oder gar wie manch übermütiger Wanderer nicht mehr leben zurückkam oder sich krampfhaft an einer Boje vor der Flut schützte. Auch andere „Erscheinungen“ sind mit dem Watt verbunden: Kutschfahrten vom Festland zu einer Insel oder gar eine Schmalspurbahn zur Hallig Langeneß in Nordfriesland. Wir wollen das Wattenmeer nicht entzaubern, aber sachlich erklären.
Deich auf der Halbinsel Walcheren, Niederlande

Sturmfluten an der Nordsee

Sie strahlen neben der großen Gefahr auch eine Faszination aus – die großen Sturmfluten an der Nordseeküste. Für die Bewohner der Nordseeküste waren solche Naturereignisse alles andere als ein Spaß. Sturmfluten an der Nordseeküste sind seit hunderten von Jahren überliefert und haben die Küstenlinie entscheidend verändert. Große Buchten wie Dollart, Jadebusen oder das Ijsselmeer sind entstanden, Inseln wurden entweder völlig vernichtet oder entstanden neu aus den Resten des Festlandes. Eine wesentliche Folge der Sturmfluten waren aufwendige Küstenschutzmaßnahmen.
Bunkeranlage am Kap Skagen in Dänemark

Der Atlantikwall

Im Urlaub an der Nordsee trifft man dessen Spuren auf Schritt und Tritt. Ob im dänischen Hanstholm in Nordjütland, in Esbjerg am nördlichen Ende des Wattenmeeres, auf der vorgelagerten Insel Fanø, in den Niederlanden auf den westfriesischen Inseln, besonders auf Terschelling und nahe der großen Seebäder der Niederlande wie Scheveningen oder Katwijk. Bis an die französisch-spanische Grenze im Süden und nach Nordnorwegen im Norden ziehen sich Betonanlagen unmittelbar an der Küste, die schwer zu beseitigen sind und deren Zweck zunächst unklar ist. In vielen Fällen wird jedoch darüber informiert, einige Bunkeranlagen sind sogar als Museum zugänglich oder werden bis heute genutzt. Im Nordseeurlaub trifft der Gast an vielen Stellen auf diese Betonreste und ist erstaunt über deren Vielzahl.
Friedhof der Namenlosen auf der Nordsee-Insel Amrum (Foto © Verein zur Förderung der deutschen Friedhofskultur e. V.)

Friedhof der Namenlosen

Sie sind in nahezu jedem Ort entlang der Nordseeküste sowie auf den ostfriesischen und nordfriesischen Inseln zu finden: die...

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