Deutschlands schönste Wildnis

Deutschlands schönste Wildnis
Deutschlands schönste Wildnis
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Unter dem Begriff Wildnis stellt sich der Normalbürger oft recht romantische Regionen vor. Es ist eben alles eine Frage der Definition. Auch in Deutschland gibt es zahlreiche unberührte Naturräume, die sich um diesen Begriff bewerben. Dass damit sogar eine Auszeichnung verbunden sein kann, zeigte sich jetzt in St. Peter-Ording auf der Nordsee-Halbinsel Eiderstedt. Es geht um den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer.
Der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer ist Deutschlands schönste Wildnis. Das ist das Ergebnis eines Wettbewerbes der Heinz Sielmann Stiftung, bei der 13 Nationale Naturlandschaften zur Wahl standen.
„Unser Nationalpark ist bereits vielfach ausgezeichnet. Als Weltnaturerbe erfüllt er die Kriterien für bedeutsame geologische und ökologische Prozesse und für den Erhalt einer einzigartigen Artenvielfalt. Dieser Wettbewerb belegt, dass unser Wattenmeer auch unter ästhetischen Gesichtspunkten top ist. Bei Niedrigwasser auf dem Meeresboden zu stehen und die unglaubliche Weite zu erleben, ist einfach großartig. Es ist ein Ort unfassbarer Schönheit“, formulierte Silke Schneider, Staatsekretärin des Kieler Umweltministeriums, ehrfürchtig und begeistert zugleich.

Mit der Wahl des schönsten Naturwunders will die Heinz Sielmann Stiftung zusammen mit anderen Partnern für Deutschlands Wildnis werben. Die Auszeichnung sei neben der Anerkennung auch eine Verpflichtung. Das Wattenmeer ist eine der wenigen Naturlandschaften Europas, die noch auf großer Fläche urwüchsig und von Menschen weitgehend unverändert ist. Gemeinsam soll dafür gesorgt werden, dass die wilde Ursprünglichkeit des Nationalparks Wattenmeer bewahrt bleibt".
Das schleswig-holsteinische Wattenmeer ist Teil des UNESCO-Weltnaturerbes Wattenmeer, das sich von den Niederlanden bis nach Dänemark erstreckt und ist gleichzeitig der größte Nationalpark zwischen dem Nordkap und Sizilien. Echte Wildnis lässt sich dort an vielen Orten erleben, zum Beispiel in den Salzwiesen, die einen einzigartigen Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten bieten, oder auf dem bei Ebbe freigegebenen Meeresboden, der zu Fuß erkundet werden kann.
Mehr als 5000 Wählerinnen und Wähler beteiligten sich am Online-Voting zum schönsten Naturwunder 2016. Bei der nunmehr siebten Abstimmung wählten 31 Prozent das Schleswig-Holsteinische Wattenmeer, gefolgt von der Bergwildnis im Nationalpark Harz (26 Prozent) und dem Darßer Weststrand im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft (21 Prozent). Nach 2009 hat das Wattenmeer die Wahl bereits zum zweiten Mal gewonnen.

www.schleswig-holstein.de / nordlicht verlag

Foto: © Hendrik Brunckhorst, LNG.SH.de

Datum: 18.11.2016

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