Nachhaltiger Tourismus - grenzübergreifend

Nachhaltiger Tourismus - grenzübergreifend
Nachhaltiger Tourismus - grenzübergreifend
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Dass Touristiker und Naturschützer in der Nationalpark-Region erfolgreich und auf Augenhöhe zusammenarbeiten, zeigte einmal mehr die 15. Fachtagung „Natur und Tourismus“ in Hörnum auf Sylt, wo sich rund 100 Vertreter beider Sektoren trafen und sich in Vorträgen und persönlichen Gesprächen über aktuelle Themen austauschten. Veranstalter des jährlichen Treffens ist die Nationalparkverwaltung gemeinsam mit der Nordsee-Tourismus-Service GmbH, Dithmarschen Tourismus, dem WWF und der Fachhochschule Westküste. Regionaler Kooperationspartner war diesmal die Sylt Marketing GmbH.
Dass die Insel Sylt sich auch mit der sozialen Dimension von Nachhaltigkeit im Tourismus auseinandersetzt, zeigte Moritz Luft, Geschäftsführer der Sylt Marketing GmbH, in seinem Auftaktvortrag. Er betonte, wie wichtig es sei, die Akzeptanz der Sylter Bevölkerung für das phasenweise extrem hohe Tourismusvolumen auf der Insel aufrechtzuerhalten. Im Bereich ökologischer Nachhaltigkeit wird eine bessere Vernetzung angestrebt, so Luft, gäbe es doch bereits gute Initiativen, wie beispielsweise die Aufstellung von Strandmüllboxen, Vermietung von Elektrofahrzeugen, LED-Beleuchtungen, Plastiktüten-Alternativen oder ein Pfandsystem für Coffee-to-go-Becher.
Martin Stock von der Nationalparkverwaltung entführte die Teilnehmer mit faszinierenden Fotos in die Welt der Salzwiesen und erläuterte die Besonderheiten von „Neptuns Vorgarten“. 2017 wurde diesem Lebensraum zwischen Meer und Land ein eigenes Nationalpark-Themenjahr gewidmet.
Martin Döring von der Universität Hamburg zeigte die Bedeutung von Heimatgefühl und lokalem Wissen für die nachhaltige Entwicklung der Wattenmeerregion auf. Mit eigens entwickelten Spaziergang-Interviews mit Hallig- und Inselbewohnern erforscht er die Thematik mit wissenschaftlichen Methoden.
Die Fachtagung gab gleichzeitig den Startschuss für ein neues deutsch-dänisches Interreg 5a-Projekt. Unter dem Titel „NAKUWA – Nachhaltiger Natur- und Kulturtourismus im UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer“ sollen in den kommenden drei Jahren neue touristische Angebote in den Bereichen Wander-, Fahrrad- und Kulturtourismus sowie Vogelbeobachtung, Rundrouten und Qualitätsverbesserung entstehen. Die fünf Projektpartner Business Region Esbjerg, Nationalpark Vadehavet, Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer, WWF und Nordsee-Tourismus-Service stellten jeweils ihre Arbeitspakete vor.

Nationalparkverwaltung Tönning, Nordsee Tourismus-Service GmbH

Foto: © LKN.SH, C. Gröschler

Datum: 21.06.2018

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