Neues Besucherinformationssystem für die Insel Pellworm

Neues BIS auf Pellworm
Neues BIS auf Pellworm
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Unter den Urlaubsregionen an der Nordsee nehmen die nordfriesischen Inseln eine Sonderstellung ein. Mit Sylt gibt es dort das nördliche „Ende“ Deutschlands, und die Halligen, die nicht über Außendeiche, sondern „nur“ über erhöhte Warften für die Gebäude verfügen, sind in ihrer Eigenart einmalig an der gesamten Nordseeküste. Die Insel Pellworm wiederum liegt im Gegensatz zu Amrum und Sylt etwas in Richtung Festland und ist nur durch vorgelagerte Sandbänke von der offenen Nordsee geschützt. Sie ist aber nicht wie Nordstrand durch einen Damm mit dem Festland verbunden, sondern ausschließlich per Schiff erreichbar.

Mehr Komfort für Besucher

Das Besucher-Informations-System (BIS) für den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer auf der Nordseeinsel ist komplett überarbeitet worden. Das touristische Angebot Pellworms ist mit den neuen Nationalpark-Infoelementen rund um die Insel noch attraktiver geworden. Nach den benachbarten Inseln Föhr und Amrum sowie den Halligen Langeness/Oland und Hooge verfügt damit nun eine weitere der nordfriesischen Inseln über ein umfangreiches BIS. Seit 2011 wurden auf Pellworm nach und nach die Inhalte aller Infotafeln, -karten und Pavillons – an insgesamt 17 Standorten – aktualisiert und ersetzt. Neu hinzugekommen sind ein Pavillon auf der Veranstaltungsfläche beim Leuchtturm, der eine Infotafel am Deichübergang ersetzt, sowie eine Infokarte mit Panorama-Beschreibung auf der Deichkrone an der Hooger Fähre. Zu den präsentierten Themen gehört neben allgemeinen Informationen zum Nationalpark und Weltnaturerbe Wattenmeer auch Heimatkundliches, unter anderem über die Kirche, den Leuchtturm und die Hallig Süderoog sowie Wissenswertes über den Küstenschutz und über Naturerlebnismöglichkeiten wie etwa Wattwanderungen. Das Besucher-Informations-System im Nationalpark besteht aus Elementen wie Pavillons, Infotafeln und -karten, Schildern und Wegweisern, die je nach örtlichen Gegebenheiten bedarfsgerecht in Abstimmung mit den Beteiligten vor Ort entwickelt werden.
Ziel des BIS ist es, erholungssuchende Gäste an sensiblen oder stark frequentierten Standorten für die Schutzwürdigkeit der Natur zu sensibilisieren. „Informieren statt verbieten“ lautet dabei das Motto. Die Aufwertung des touristischen Angebots durch viel Wissenswertes über die jeweilige Region ist eine allseits erwünschte positive Begleiterscheinung. Insgesamt umfasst das Informationsnetz entlang der schleswig-holsteinischen Festlandsküste sowie auf den Inseln und allen Halligen mit Besucherverkehr annähernd 750 Elemente an rund 240 Standorten.

 

Nationalparkzentrum Tönning / nordlicht verlag

Foto: © E.Koop / LKN-SH

Datum: 17.06.2015

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