Provinz Noord-Holland Niederlande

Dünenlandschaft bei Wijk an Zee in Noord-Holland Dünenlandschaft bei Wijk an Zee in Noord-Holland

Lage und Geschichte

Das Gebiet der heutigen Provinz Noord-Holland ist eines der Kerngebiete der Niederlande. Es ist eine Halbinsel, die sich zwischen Nordsee im Westen und dem Ijsselmeer im Osten erstreckt. Mitten durch den Afsluitdijk, der das Ijsselmeer von der Nordsee trennt, verläuft die Grenze zur Provinz Friesland. Über die Hälfte des Gebietes besteht aus trockengelegten Poldern. Besonders eindrucksvoll präsentiert sich dieses Feuchtgebiet nördlich der Hauptstadt Amsterdam. Die Nordseeküste erstreckt sich fast direkt in Nord-Süd-Richtung und ist eine Ausgleichsküste, die nur vom Nordseekanal, einem Mündungsarm des Rheins, bei der Hafenstadt Ijmuiden unterbrochen wird. Auch die südlichste der Westfriesischen Inseln, Texel, gehört zur Provinz Noord-Holland. Die Nordseeküste ist größtenteils von einer imposanten Dünenlandschaft geprägt, die nur an wenigen Stellen von hohen Deichabschnitten unterbrochen wird. Erste Besiedlungsspuren gehen auf das 5. und 6. Jahrhundert zurück.

Sehenswürdigkeiten

Alkmaar im Norden der ProvinzDeichhinterland bei Callantsoog

 

 

 

 

 

Die Provinz Noord-Holland ist mit ihrer typischen Landschaft, einer Mischung aus Feuchtgebieten, kleinen Dörfern, der Urlaubsregion an Nordsee und Ijsselmeer und der Großstadtregion um Amsterdam, die auch als Randstad bezeichnet wird, ein Abbild der gesamten Niederlande auf kleinem Raum. Praktisch jede der vielen kleinen und großen Städte bildet ein sehenswertes Ziel und hat neben vielen Gemeinsamkeiten immer auch Besonderes aufzuweisen. Ob Käsemarkt in Alkmaar, Grachtenrundfahrt in Amsterdam, mondänes Badeerlebnis in Zandvoort oder Dünenwanderung an der Nordsee bei Callantsoog, für jedes Interesse bietet Noord-Holland das Gesuchte.

Tourismus

DeichneubauEnkhuizen am Ijsselmeer

 

 

 

 

 

Zwischen der Insel Texel im Norden und dem großen Seebad Zandvoort im Süden der Provinz erstreckt sich ein fast durchgängiger Sandstrand, der entweder von hohen Dünen oder nicht minder gewaltigen Deichbauwerken gesäumt ist. Auch das Hinterland der Provinz, die Küste des Ijsselmeeres beim Seglerzentrum Medemblik, Enkhuizen oder Hoorn, bietet eine reizvolle und unverwechselbare Landschaft. Der Besucher der Region wird feststellen, dass die Bewohner einen Ausgleich zwischen Erhalt der Natur, dem Hochwasserschutz und den eigenen Wohnbedürfnissen geschaffen haben. Trotz dichter Besiedlung erscheint die gesamte Region als sehr naturnah. Kleine beschauliche Seebäder wie Bergen an Zee, Egmond an Zee oder Wijk an Zee sind wie Inseln in der großen Dünenlandschaft. Charakteristisch sind die breiten Sandstrände, an deren landseitigen Rändern oft kleine Hütten oder gastronomische Einrichtungen zu beobachten sind.

Foto: © Karin Höll (5)

Strand von Texel mit Leuchtturm

Insel Texel

Texel ist die westlichste und größte der Westfriesischen Inseln. Sie ist außerdem die älteste. Texel entstand nach der Allerheiligenflut von 1170 durch Abtrennung vom niederländischen Festland. Bis zum 16. Jahrhundert wurde die Insel durch Eindeichungen sicherer und durch Einpolderungen auf der Ostseite größer. Texel ist 24 Kilometer lang und bis zu neun Kilometer breit. Die knapp 14.000 Einwohner leben überwiegend vom Tourismus und von der Landwirtschaft. Texel ist durch eine Fähre mit der südlich gelegenen Stadt Den Helder verbunden, die Überfahrt mit der Autofähre dauert etwa 20 Minuten.
Hafen von Den Helder

Den Helder

Die Stadt Den Helder zählt gegenwärtig etwa 56.000 Einwohner. Sie liegt direkt an der Nordspitze der Halbinsel Noord-Holland. Ihre exponierte Lage an der offenen See ebenso wie an der einzigen schiffbaren Zufahrt zum Ijsselmeer machte sie seit ihrer Gründung um 1500 zu einem bedeutenden Hafenstandort. Von hier aus unternahmen die Schiffe der Niederländischen Ostindien-Kompanie ihre Fahrten in die Kolonien. Unter Napoleon wurde der Hafen seit 1815 zu einer großen Marinebasis ausgebaut, die sie heute noch ist. Die touristische Bedeutung liegt in der Umgebung der Stadt mit dem langen Strand der Nordsee im Süden und der Zufahrt zur nördlich gelegenen Insel Texel.
Callantsoog

Callantsoog und Petten

Lage und Geschichte Callantsoog und Petten sind zwei kleine Orte an der Nordseeküste von Noord-Holland , in der Gemeinde Schagen....
Zenrtum von Bergen an Zee

Bergen an Zee

Bergen an Zee ist der Seebad-Vorort der Stadt Bergen. Bergen selbst liegt auf der Halbinsel Noord-Holland, nur wenige Kilometer westlich der Stadt Alkmaar. Bergen an Zee wurde erst 1906 gegründet, mit dem Ziel, für die Stadt Bergen einen Erholungsort zu schaffen. Bergen an Zee liegt mitten in der weitläufigen nordholländischen Dünenlandschaft. Das Gebiet erstreckt sich von Wijk an Zee im Süden bis Camperduin nördlich von Bergen an Zee und ist zu großen Teilen bewaldet.
Die Altstadt von Alkmaar

Alkmaar

Die Stadt Alkmaar liegt zwischen der Nordsee und dem Ijsselmeer, etwa 50 Kilometer nördlich der Hauptstadt Amsterdam. Die Geschichte der Stadt geht auf das Gründungsjahr 1254 zurück, eine Kirche war jedoch schon früher vorhanden. Alkmaar gehört zu den Städten, die im 16. Jahrhundert die Unabhängigkeit der Niederlande standhaft verteidigt haben. Alkmaar mit seinen über 90.000 Einwohnern hat eine besondere Berühmtheit durch den Käsemarkt erlangt, der seit 1622 abgehalten wird und gegenwärtig jährlich etwa 300.000 Besucher anzieht, die an jedem Freitagvormittag zwischen Ostern und Herbst das Spektakel bestaunen.
Egmond an Zee

Egmond an Zee

Der Ort Egmond besteht aus den drei Ortsteilen Egmond aan den Hoef, Egmond Binnen und Egmond an Zee. Das umliegende Gebiet wurde bereits Mitte des 16. Jahrhunderts entwässert. Die Orte befinden sich nur etwa 10 Kilometer westlich der Stadt Alkmaar und 35 Kilometer nordwestlich von Amsterdam. Egmond an Zee ist direkt in die weitläufige Dünenlandschaft von Noord-Holland hineingebaut.
Hotels in den Dünen von Wijk an Zee

Castricum an Zee und Wijk an Zee

Beide Orte liegen eingebettet in die weitläufige Dünenlandschaft von Noord-Holland. Die Stadt Alkmaar liegt etwa 20 Kilometer in nordöstlicher Richtung, während in südöstlicher Richtung die Orte fast die Außenbezirke der Hauptstadt Amsterdam (Randstad) berühren. Castricum an Zee und Wijk an Zee sind jeweils durch Stichstraßen von der Grünen Küstenroute (De Groene Kustweg) erreichbar. Eine direkte Verbindung zwischen beiden Orten besteht nur durch einen ausgebauten Rad- und Wanderweg.
Zandvoort, Blick nach Norden

Zandvoort

Der Ort Zandvoort ist bereits seit etwa 1100 nachweisbar. Er liegt inmitten des Dünengebiets von Noord-Holland. Lange Zeit lebte die Bevölkerung vom Fischfang, ehe der Bau des Nordsee-Kanals nach Ijmuiden den Fischereihafen nach dort verlagerte. Bereits seit 1828 setzte der Ort auf den Tourismus und konnte sich zu einem international bedeutenden Seebad entwickeln. Während des Zweiten Weltkriegs wurde Zandvoort fast völlig für den Badeverkehr gesperrt, um den Atlantikwall zu errichten, von dem heute noch viele Bunkerreste zeugen. Zandvoort ist das der Hauptstadt Amsterdam am nächsten gelegene Nordseebad.

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