30 Jahre Nationalpark

Die Hallig Langeneß
Die Hallig Langeneß

Das Wattenmeer ist eine charakteristische Küstenregion der Nordsee, die sich vom dänischen Esbjerg bis zur niederländischen Provinz Friesland erstreckt. Sie ist in mehrere, zusammenhängende Nationalparke aufgeteilt. Vor 30 Jahren entstand der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer.
Er war gerade mal fünf Jahre alt, da erhielt er die Anerkennung als Biosphärenreservat im Rahmen des MAB-Programmes der UNESCO, der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur. Die entsprechende Urkunde datiert auf den 17. Dezember 1990.
MAB, das steht für „Man and Biosphere“ (Der Mensch und die Biosphäre), und genau das ist die Philosophie des UNESCO-Programmes: Anders als in Nationalparken, wo es primär um den Schutz natürlicher Prozesse auf großer Fläche geht, steht in Biosphärenreservaten der nachhaltig wirtschaftende Mensch im Vordergrund. In Deutschland gibt es 16, darunter alle drei Wattenmeer-Nationalparke.
Eingerichtet wurde das MAB-Programm 1970 mit dem Ziel, auf natur- und gesellschaftswissenschaftlicher Grundlage die nachhaltige Nutzung und den Erhalt biologischer Vielfalt zu fördern.
Und diese Idee ist vor Ort angekommen. Das zeigt die Tatsache, dass die bewohnten nordfriesischen Halligen (die nicht Bestandteil des Nationalparks sind) auf eigenen Wunsch Teil dieses Biosphärengebietes geworden sind: Seit Dezember 2004 gehören Gröde, Hooge, Langeness, Nordstrandischmoor und Oland als Entwicklungszone dazu. Auf den Halligen hat der Beitritt zum Biosphärengebiet einiges an Entwicklungen in Gang gesetzt. Gemeinsame Vorhaben in den Bereichen Bildung, Telemedizin, Tourismus und Anpassung des landwirtschaftlichen Halligprogramms sind nur einige Beispiele.
Und bald könnte eine erneute Erweiterung anstehen, denn auch die Insel Pellworm hat sich auf den Weg Richtung Biosphäre gemacht: Nach umfangreichen Vorbereitungen steht, sobald coronabedingt möglich, Anfang 2021 eine Bürgerversammlung an, anschließend die Entscheidung der Gemeindevertretung, ob die offizielle Antragstellung bei der UNESCO über das Land Schleswig-Holstein erfolgen soll.

LKN Schleswig-Holstein / nordlicht verlag

Foto: © Stock / LKN.SH

Datum: 21.12.2020

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